Die Kunst der Gartenkreation

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Lesezeit: 3 min.

Ein Gespräch mit Tina Kaleta, Gartenplanerin beim Maschinenring

Tina Kaleta hat einen Beruf, der ihr zeichnerisches Talent mit ihrer Liebe zu Pflanzen vereint, denn sie ist Gartenplanerin. Als solche plant die 26-jährige Außenanlagen aller Art: vom Hausgarten bis zum Park, vom Teich bis zu Wegen, Plätzen und Trockenmauern. Hier gibt sie einen Einblick in ihre Tätigkeit.

Tina, wie bist du zur Gartenplanerin geworden?

Tina: Pflanzen haben mich immer schon interessiert, darum habe ich an der BOKU das Bachelorstudium „Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur“ belegt und bin gerade dabei, meine Masterarbeit abzuschließen. Neben meinem Studium in Wien habe ich eineinhalb Jahre als Gärtnerin gearbeitet, um das Gelernte gleich in die Praxis umzusetzen. Nach meinem Umzug nach Oberösterreich bin ich beim Maschinenring gelandet und verschönere nun in Zusammenarbeit mit meiner Kollegin Mariella die Gärten rund um Gries­kirchen – pro Jahr realisieren wir circa 50 Projekte, sowohl gewerbliche als auch private.

Wie läuft so eine Gartenplanung typischerweise ab?

Tina: Alles startet mit einer Anfrage per ­E-Mail oder einem Anruf und einigen Eckdaten über die zu gestaltende Fläche. Anschließend ­treffe ich mich mit dem Kunden vor Ort, damit ich eine bessere Vorstellung vom Garten, dem geplanten Budget und den persönlichen Vorstellungen des Kunden bekomme. Nach dem Termin erstelle ich ein Angebot und, falls gewünscht, einen Entwurf, in dem ich meine Erfahrung mit den Kundenvorstellungen und den örtlichen Gegebenheiten in Einklang bringe. Dieser Entwurf wird dann mit dem Kunden besprochen und weiter verfeinert. Falls es zum Auftrag kommt, geht es dann schon an die Umsetzung. Mit dem Kunden wird ein Durchführungstermin vereinbart. Von der Planung bis zur Realisierung dauert es üblicherweise ein bis sechs Monate, je nach Größe des Gartens.

Welche Fragen stellst du deinen Kunden beim ersten Beratungsgespräch?

Tina: Für mich ist wichtig, zu wissen, welche Vorstellungen und Wünsche der Kunde für seinen Garten hat und wofür er den Garten später nutzen möchte. Auch ob es bestimmte Pflanzen gibt, die erhalten werden sollen oder dem Kunden besonders gefallen. Je nach Standort und Lage kombiniere ich dann weitere Pflanzen dazu. Neben Pflanzenwissen sind Einfühlungsvermögen für die Kunden und räumliche Vorstellungskraft ein Muss für jeden Gartenplaner.

Warum sollte ich mit der Planung eines Gartens den Profi beauftragen und es nicht selber machen?

Tina: Ein Gartenplaner ist auf diesem Gebiet spezialisiert und bringt neben viel Erfahrung und Wissen über Pflanzen auch Ideen und Trends ein, auf die man vielleicht selbst nicht gekommen wäre. Ein Plan vom Profi ist auf alle Fälle sinnvoll. Die Umsetzung kann man in die Hände unserer professionellen Gärtner legen, oder ich erstelle dem Kunden eine Vorlage, nach der er seinen Garten selbst anlegen kann. Auch bei der Pflege kann es sinnvoll sein, den Profi zu beauftragen, wenn man sie aus Zeitgründen nicht schafft oder Angst hat, etwas kaputtzumachen. Ein Besuch von uns einmal pro Jahr ist meistens schon ausreichend.

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Hast du Tipps für Personen, die sich eine professionelle Gartenplanung wünschen, aber ein begrenztes Budget haben?

Tina: Auch aus einem kleineren Budget kann man einen tollen Garten zaubern. In solchen Fällen arbeiten wir viel mit Pflanzen, denn bauliche Elemente sind teurer. Meine Lieblingspflanzen sind etwa der Fächerahorn aufgrund seiner Schattentoleranz, kompakten Wuchsform und tollen Herbstfärbung sowie der Storchschnabel als robuster und bunter Bodendecker, der mit seiner langen Blütezeit auch eine wertvolle Nahrungsquelle für ­Bienen und Schmetterlinge ist.

Wie kann jeder seinen Garten mit wenigen Handgriffen aufpeppen?

Tina: Mein Tipp ist, gezielt Akzente zu ­setzen, etwa durch Pflanzen mit farbenfrohen Blüten oder einem besonderen Wuchs, die man an strategischen Plätzen im Garten aufstellt. Solitärbäumchen etwa sind immer ein toller Blickfang und werden nicht zu hoch. Auch eine Kombination aus unterschiedlichen Höhen und Tiefen wirkt spannend, das funktioniert auch bei einer Zusammenstellung von Topfpflanzen hervorragend. Die Wirkung von Farben im Garten sollte man ebenfalls nicht unterschätzen. ­Blautöne „strecken“ den Garten und können sehr gut mit Rosa, Weiß oder Silber kombiniert werden. Während warme ­Farben wie Gelb oder Orange Fröhlichkeit und Lebendigkeit vermitteln und besonders vor dunklen Hintergründen richtiggehend strahlen. Am besten wirken Farben, wenn man bei der Bepflanzung Ton in Ton bleibt oder auf Kontrastfarben setzt, z. B. Gelb mit Violett. Für eine möglichst lange Blütenpracht Pflanzen verwenden, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen. Sogar im Winter muss man nicht auf Blühpflanzen verzichten: Sträucher wie Zaubernuss oder Winterjasmin blühen, wenn sich der restliche ­Garten in der Winterruhe befindet.

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