Tabuthema Arbeitszeitfalle

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Die Arbeit als Landwirt hat den Vorteil, sich gewisse Arbeiten selbst einteilen zu können und sein eigener Herr zu sein. Die Kehrseite der Medaille ist die hohe Arbeitsbelastung, die an 365 Tagen im Jahr vor Ort anfällt.

Gute Arbeitsorganisation und Selbstmanagement helfen, nicht in die Arbeitszeitfalle zu tappen und die Zeit möglichst effizient einzusetzen. Wie das funktionieren kann, wissen Martina und Thomas Reisecker, die in St. Georgen bei Obernberg einen Schweinemastbetrieb führen. „Auch für Landwirte sollen Familie und Beruf vereinbar sein. Für ein gutes Zeitmanagement muss man aber zuerst wissen, wie viel Zeit man wofür braucht.“ Da Thomas Reisecker in vielen Bereichen tätig ist, setzte er auf eine Handy-App, um seine Arbeitszeiten aufzuzeichnen. So fand er heraus, für welche Bereiche er wie viel Zeit benötigte, was ihm vorher nicht bewusst war. Aus diesem Grund führt er seitdem To-do-Listen, auf denen er aufschiebbare Tätigkeiten einträgt und diese jedes Wochenende durchgeht und terminiert. Durch diese Methode kommen die wichtigsten Arbeiten zuerst dran – es baut sich kein Zeitdruck auf, da er alle Arbeiten erledigt, wenn sie fällig sind (und nicht früher).

„Auch für Landwirte sollen Familie und Beruf vereinbar sein. Für ein gutes Zeitmanagement muss man aber zuerst wissen, wie viel Zeit man wofür braucht.“

Gute Planung erfordern auch die vielen Gemeinschaftsmaschinen, die Thomas Reisecker über den Maschinenring betreibt, aber er ist sich sicher: „Die Vorteile bei ­Investitionskosten und beim Zeitbedarf für Rüst- und Reinigungsarbeiten wiegen das bei Weitem auf.“

„Viele Betriebsführer von heute haben einen Plan B bei Stromausfall und Technikbruch, aber oft nicht bei Arbeitskräfteausfall“, weiß auch Roman Braun vom Maschinenring. Gerade die Tierhaltung bringt hohen Zeitaufwand und Verpflichtungen. Spontanität für Beruf und Freizeit ist beinahe unmöglich, jeder grippale Infekt wird binnen Stunden zu einem massiven Problem. Johanna und Johannes Penzinger aus St. Florian am Inn betreiben einen Schweinezucht- und Mastbetrieb mit 180 Zuchtsauen und führen nebenbei auch Lohnarbeiten wie bodennahe Gülleausbringung oder Hackschnitzelerzeugung über den Maschinenring aus. Nach dem Motto „Teamwork makes the dream work“ beschäftigen sie aktuell drei Mitarbeiter: zwei landwirtschaftliche Facharbeiter, davon einen in Vollzeit und einen in Teilzeit, sowie einen landwirtschaftlichen Hilfsarbeiter in Vollzeit mit unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten. „Bei mehreren Arbeitskräften sind nicht nur Vertretungsdienste von großem Vorteil, sondern auch die Effizienz und Stärke bei Arbeitsspitzen“, ist sich Johannes Penzinger sicher.
Wenn der Betriebsführer durch Krankheit oder den wohlverdienten Urlaub einmal abwesend ist, möchte er seinen Betrieb verständlicherweise in fachkundigen Händen wissen. Hier kommen die Betriebshelfer vom Maschinenring ins Spiel, die im Bedarfsfall einspringen – ein Angebot, das sehr gerne angenommen wird, weiß Sieglinde Derntl vom Maschinenring Donauland: „Das Bewusstsein bei den Landwirten steigt, dass sie sich auch einmal einen Urlaub leisten dürfen bzw. Hilfe in Anspruch nehmen können. Wichtig ist, dass sie wissen: Wir sind mit Betriebshelfern für sie da, wenn sie uns brauchen.“

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