Auf den Boden schauen

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Lesezeit: 4 min.

Wie riecht ein gesunder Boden, wie entfaltet er sein Potenzial und was macht ihn fit für den Klimawandel? Wir waren mit Norbert Ecker, einer Fachgröße unter den Bodenexperten, auf seinem Feld.

Norbert, wo liegen die aktuellen Herausforderungen für Landwirte?

Norbert Ecker: Extreme Trockenphasen innerhalb der Vegetationsperiode führen zu Ertragseinbußen. Auch Starkregen führen zu Erosion und Bodenverlust.

Warum sollte man sich mit dem Boden auseinandersetzen?

Norbert Ecker: Den eigenen Standort besser kennenzulernen, ist ein großer Vorteil. Es wird besser erkennbar, welche Sorten, welche Form der Bodenbearbeitung oder welcher Dünger der Boden in der jeweiligen Region braucht und wie er optimal zu bearbeiten ist.

Kann man aus jedem Boden einen “gesunden Boden” machen?

Norbert Ecker: Entscheidend ist, dass ich als Bewirtschafter der Böden früh erkenne, wenn diese nicht ganz fit ist. Ein wichtiges Indiz dafür ist, wie mein Boden riecht. Gesunde Böden können der Pflanze zum richtigen Zeitpunkt Nährstoffe zur Verfügung stellen. Meine Erachtens liegt hier noch sehr viel Potenzial brach. Hohe Kosten bei Wirtschaftsdüngern werden einen neuen Zugang zum Erkennen der natürlichen Bodenertragskraft schaffen.

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Was bedeutet das für die Zugabe von Dünger?

Norbert Ecker: Eine dem Ertragsziel angepasste Düngung ist für mich das oberste Ziel. Was entzogen wird, sollte wieder zugeführt werden. Um zu wissen, welche Vorräte im Boden sind, stellen die vom Maschinenring zusammengestellten Pauschalpakete einen optimalen Analyseumfang dar. Aus den so gewonnen Daten können präzise Empfehlungen abgeleitet werden.

Wie kann man den Boden fit für den Klimawandel machen?

Norbert Ecker: Es ist ausschlaggebend, ob die Pflanze in den ertragsrelevanten Entwicklungsstadien ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung hat. Wenn Böden das Wasser aufnehmen können und mit reduzierter Bodenbearbeitung ist der Trockenstress für die Kulturpflanzen wesentlich geringer. Durch Erhöhung der Wurzelmasse und das richtige Einbringen von organischem und mineralischem Dünger werden unsere Böden fitter für das sich ändernde Klima.

ÖPUL 2023 – Chancen für die Landwirtschaft?

Norbert Ecker: Ja, ganz sicher! Viele Elemente im neuen ÖPUL sind aus bodentechnischer Sicht zu begrüßen. Eine hohe Teilnahme zeigt, dass uns eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Flächen am Herzen liegt. Das neue ÖPUL ermöglicht mehr Flexibilität im Maßnahmenwechsel und somit eine noch bessere Möglichkeit, daran teilzunehmen.

Wenn du dich für unsere Bodenuntersuchungspakete interessierst, klicke hier.

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