„Hilfe annehmen ist ein Zeichen von Stärke“

„Hilfe annehmen ist ein Zeichen von Stärke“

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Sieglinde Derntl kümmert sich seit 14 Jahren beim Maschinenring unter anderem um die Vermittlung der sozialen Betriebshilfe.

Sieglinde, wie leicht fällt es Landwirten, sich Unterstützung zu holen?

Sieglinde Derntl: Meiner Meinung nach steigt das Bewusstsein, dass man als Landwirt nicht alles allein stemmen muss. Die Überlegung, sich vom Alltag eine Auszeit gönnen zu können und über den Maschinenring eine Unterstützung zu haben, ist schon der erste Schritt zur Besserung des eigenen Wohlbefindens. Es braucht ja nicht immer ein Notfall zu sein: Einmal in der Gewissheit, dass daheim alles klappt, auf Urlaub zu fahren, tut auch gut.

Wie hilft der Maschinenring im Notfall?

Sieglinde Derntl: Die meisten Fälle betreffen bei uns soziale Betriebshilfe. Zum Teil sind das echte Schicksalsschläge. Wir organisieren hier sehr schnell einen Betriebshelfer, der für kurze Zeit aushilft. Ist darüber hinaus Hilfe nötig, muss diese der Landwirt selbst organisieren. Auch hier begleiten wir ihn. Wir wissen, wer zu kontaktieren ist, und haben gute Beziehungen zu diversen Stellen, die längerfristige Aushilfen bereitstellen. Wichtig ist, dass sich der Landwirt gleich bei uns meldet, so können wir ihm viele bürokratische Extrameilen ersparen.

Mit „Tier & Hof in guten Händen“ bietet der Maschinenring eine Art „Versicherungspaket“ für Arbeitskräfteausfall an. Wie läuft das ab?
Sieglinde Derntl: Damit schützt sich der Landwirt vor Produktionsausfällen, fährt stressfrei in den Urlaub und hat eine zusätzliche Arbeitsentlastung. Unser fix angestellter Betriebshelfer betreut momentan fünf Betriebe. Er verbringt alle drei Wochen einen Tag am Hof und lernt so den Betrieb von A bis Z kennen. Wenn Not am Mann ist, springt er als Betriebshelfer ein, in diesem Fall sind die fixen Einsätze hintangestellt.

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Was schätzen Betriebshelfer an ihrem Aufgabengebiet?

Sieglinde Derntl: Sie kommen viel herum, lernen ständig dazu und bekommen viel Einsicht in andere Arbeitsweisen, zum Beispiel, was veraltet ist und sich anders machen ließe. Und es ist ein absolut zukunftssicherer Job.

Welche Voraussetzungen sollte man als Betriebshelfer mitbringen?

Sieglinde Derntl: Neben sozialer Kompetenz sollte man auch zeitlich flexibel sein, da sich die Situation von einem Tag auf den anderen ändern kann, darauf sollte man sich einstellen können. Es ist definitiv kein Nine-to-five-Bürojob. Das Wichtigste ist die Freude am Helfen und an der Landwirtschaft. Dann ist man auch als Quereinsteiger gut aufgehoben. Aber idealerweise bringt man schon einen landwirtschaftlichen Background mit. Die Betriebshelfer profitieren (außerhalb der Notzeiten) von einer flexiblen Zeiteinteilung und einem verantwortungsvollen, sicheren Job, der von Mensch und Tier gleichermaßen geschätzt wird.

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