Berni von der Mondsee-Partie

Berni von der Mondsee-Partie

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Wenn der Winter im Mondseeland einbricht, dann rücken Bernhard Schruckmayr und seine Kollegen aus. „Berni“, wie er meist genannt wird, ist trotz seines jungen Alters schon ein alter Fuchs im Schneegestöber, schon mehr als sein halbes Leben ist er für den Maschinenring unterwegs. Wir haben ihn und seine Familie vor der Saison auf seinem Hof am Fuße der imposanten Drachenwand besucht.

Berni, dich könnte man ja fast schon als Winterdienst-Urgestein bezeichnen, wie lange bist du schon im Einsatz?

Bernhard Schruckmayr: Puh, wie lange fahre ich den wirklich schon? (lacht) Über 20 Jahre auf jeden Fall, weil ich vor ein paar Jahren meine Mitarbeiterehrung für 20 Jahre beim Maschinenring erhalten habe. (Anmerkung der Redaktion: Es sind 22 Jahre!)

Wie bist du zum Winterdienst gekommen?

Bernhard Schruckmayr: Ganz einfach, über Mundpropaganda. Ich wurde von Bekannten angesprochen, dass in Mondsee noch ein Fahrer gesucht wird, und dann hab ich mir gedacht, das schau ich mir einfach mal an, und wie soll ich sagen: Es hat mir einfach gefallen und bin dabei geblieben.

Du bist ja kein Einzelkämpfer im Winterdienst, ihr seid eine Partie, erzähl mal wie das so bei euch abläuft!

Bernhard Schruckmayr: Des läuft wirklich gut, wir sind eine 7er-Partie und teilen uns den Raum Mondsee auf. Einer von uns hat sozusagen immer Bereitschaft, checkt die Wetterlage und gibt den anderen Bescheid, wann es zum Ausfahren ist. Das läuft ganz einfach über eine WhatsApp-Gruppe und funktioniert gut.

Wie schaut dein Tag aus, wenn du einen Winterdienst-Einsatz hast?

Bernhard Schruckmayr: Wenn es normal schneit, dann stehe ich so um 2.30 Uhr auf, dann wird’s eh gern mal drei, bis wir zum Starten kommen, und dann fahren wir aus. Das Ziel ist, dass wir den Großteil bis 6 Uhr durch haben und dann kommt es halt aufs Wetter drauf an. Wenn’s weiter schneit, fahren wir tagsüber weiter.

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Wie geht sich das parallel zum landwirtschaftlichen Betrieb aus?

Bernhard Schruckmayr: Wir sind ein Familienbetrieb, da helfen alle zusammen. Bei längeren Einsätzen fängt schon mal wer im Stall an. Wenn’s nur zum Salzen ist, ist das einfach, das geht sich gut aus.

Warum machst du Winterdienst? Wo siehst du für dich deine Vorteile?

Bernhard Schruckmayr: Zum einen ist es ein schöner Verdienst für mich. Außerdem gefällt mir die Arbeit, du kommst ein wenig in deiner Gegend rum und taugt mir einfach. Sonst würde ich es nicht schon über 20 Jahre machen, lacht. Der Verdienst passt auf jeden Fall und es zahlt sich für mich sicher aus.

Auf wie viele Einsatztage kommst du ungefähr im Jahr?

Bernhard Schruckmayr: Puh, etwa 40 bis 50 Tage würde ich schätzen, von November bis Ende März. Wenn ich an den Rekordwinter 2019 denke, das waren es sicher doppelt so viel, aber das haben wir ja nicht alle Jahre. Meistens kommts mit ca. 50 gut hin.

Wie ist eure Partie so?

Bernhard Schruckmayr: Jetzt war wieder mal ein Wechsel drinnen, weil ein paar den Betrieb übernommen haben. Eigentlich sind wir jetzt eine ganz gute Partie, einige Junge und ein paar, die schon lange dabei sind, das ergänzt sich gut. Ein Vater-Sohn Gespann haben wir auch dabei. Das dauert bei mir noch ein wenig, mein Jakob ist noch „ein bisschen“ zu klein, aber würde mich freuen, wenn er auch mal mit mir fahren würde.

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