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Moor

Ein Moorbeet im Garten 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Ein Moorbeet im Garten

Ein Moor- oder auch Sumpfbeet genannt, ist die Nachbildung eines Hochmoores. Dieser einzigartige Lebensraum ist in unserer heutigen Kulturlandschaft nur mehr selten anzutreffen.

Aufgrund des geringen Platzbedarfes – es reichen bereits wenige Quadratmeter Fläche – eignet sich ein solches „Minimoor“ nahezu für jeden Gartenbesitzer, der das Besondere für seinen Garten sucht. Für ein Moorbeet ist es wichtig, einen konstant hohen Feuchtigkeitspegel zu garantieren. Trotzdem bevorzugt es Licht und Sonne. Außerdem sollte es nicht direkt unter Bäumen platziert werden, um den Laubabfall auf das Beet gering zu halten. Moorbeetpflanzen bevorzugen einen feuchten, nährstoffarmen und leicht sauren Boden. Deshalb sollte das Substrat eine hohe Wasserspeicherfähigkeit und einen niedrigen pH-Wert aufweisen. Aufgrund der besonderen Standortbedingungen beheimatet ein Moor so manche botanische Rarität wie Orchideen oder fleischfressende Pflanzen. Weitere beliebte Pflanzen sind Heidekrautgewächse, Rhododendrongewächse und Moosarten. Was den Pflegeaufwand betrifft, zählt das Moor zu den wenig pflegeintensiven Bereichen eines Gartens. Aufgrund des nährstoffarmen Substrates finden viele unerwünschte Pflanzen (zum Beispiel Löwenzahn, Vogelmiere, usw.) aber auch standortfremde Gräser kein Auslangen. Meist beschränken sich die Pflegeeingriffe auf gezielte Reduktion einzelner Pflanzen. Auf einen ausgeglichenen Wasserhaushalt sollte jedoch geachtet werden, da längere Trockenheit den Pflanzen zusetzt. Aufgrund des oft hohen Kalkanteils von Leitungswasser sollte vorwiegend Regenwasser zum Gießen verwendet werden. Eine Düngung ist nicht notwendig.

Renaturierung im Ibmer Moor 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Renaturierung im Ibmer Moor

An der oberösterreichisch – salzburgischen Grenze findet man den größten zusammenhängenden Moorkomplex Österreichs bestehend aus Bürmoos, Weidmoos und dem Ibmer Moos. Mit einem Alter von rund 12.000 Jahren und einer Ausdehnung von 2.000 ha ist diese Landschaft ein idealer Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen. Besonders beeindruckend ist das Naturschutzgebiet Ibmer Moor. Es ist eines der vielfältigsten und artenreichsten Moore Mitteleuropas. Moore sind von weltweiter Bedeutung für den Klimaschutz, da sie mehr Kohlenstoff als jedes andere Ökosystem speichern.

Natürliche Lebensräume schützen

Seit einiger Zeit ist jedoch das empfindliche Moorökosystem des Ibmer Moors durch das Aufkommen von Kulturheidelbeeren gefährdet. Diese sind standortfremde Pflanzen im Naturschutzgebiet, die die moortypische Vegetation verdrängen und deshalb entfernt werden müssen. Maria Wimmer, zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin sowie eine der Naturwacheorgane im Ibmer Moor, vermutet die Ursache des Aufkommens der Kulturheidelbeeren in der Verbreitung des Samens durch Vogelkot. Mit dem Naturraumservice Angebot unterstützt der Maschinenring bei der operativen Umsetzung von Naturraum-Managementplänen, wie zum Beispiel die Entfernung standortfremder Pflanzen. Zwei Mitarbeiter vom Maschinenring Ober dem Weilhart haben die standortfremden Kulturheidelbeeren im Naturschutzgebiet entfernt und damit den natürlichen Lebensraum im Ibmer Moor wiederhergestellt.

„Auch außerhalb des Naturschutzgebietes ist der Schutz des Moors mit der Neophytenbekämpfung zB. Goldrute und Riesenknöterich notwendig“,

erzählt Wimmer.

Ibmer Moor – das Wanderparadies

Wander- und Naturfreunde werden sich an der Naturbelassenheit und Schönheit der Region erfreuen. Entlang des Moorlehrpfades informieren Schautafeln über die Entstehung des Moores, die verschiedenen geschützten Pflanzen und die Vogelwelt. Ein besonderes Highlight sind aber die Moor- und Erlebnisführungen in Begleitung von Maria Wimmer, die mit ihren fachkundigen Erklärungen und interessanten Geschichten kurzweilig und humorvoll zu den schönsten Plätzen führt.

Mehr Infos dazu unter www.moor-ausflug.at/ibmer-moor

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