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Gartenbaum

DI Philipp Engleder vom Baummanagement Maschinenring Oberösterreich
Was man über Bäume wissen sollte. 1024 682 Maschinenring Blog Oberösterreich

Was man über Bäume wissen sollte.

DI Philipp Engleder vom Maschinenring-Baummanagement im Interview über den richtigen Umgang mit Bäumen – von Standort bis zur Baumpflege.

DI Philipp Engleder mag Bäume und weiß alles über sie. Er leitet das Maschinenring-Kompetenzzentrum Baummanagement und ist Forst-Ansprechpartner für das Bundesland Oberösterreich. Wir haben mit dem Baumprofi anlässlich des „Tag des Baumes“ am 25.4. über die richtige Pflege von Bäumen gesprochen – von der Wahl des Standorts über die „Erziehung“ von Jungbäumen bis zum gefühlvollen Entfernen von Totholz.

Ich möchte einen Baum pflanzen. Wie gehe ich das an?

Der Standort alleine ist für die Wahl der Baumart schon einmal entscheidend. Hat der Baum genug Licht, genug Platz zum Wachsen? Dabei muss man auch an den „unterirdischen“ Platzbedarf denken. Ich sollte einen Baum z.B. nicht zu nah an gepflasterte Wege, Straßen oder Gebäude pflanzen. Auch ein Respektabstand zum Nachbarsgrundstück ist empfehlenswert, um spätere Streitereien zu vermeiden. Bodenverdichtungen sollten ebenfalls vermieden werden. Diese Verdichtungen haben eine negative Auswirkung auf die Wurzel- und Bodenatmung und können bei viel Regen auch zu Stauwasser führen. Wurzelfäulen sind die Folge.

Gut, nun habe ich den perfekten Ort für meinen Baum gefunden. Wie geht’s weiter?

Baum ist nicht gleich Baum. Entscheidend für den Wuchserfolg ist eine gute Qualität der Pflanze. Je nach Aufzucht und Anbieter können diese sehr unterschiedlich sein. An dieser Stelle zu sparen ist hier sicher der falsche Weg. Wichtig ist zudem, dass der Baum unbeschadet an seinen Bestimmungsort transportiert wird. Dabei soll der Wurzelballen bis zur Verpflanzung nicht austrocknen, auch wenn der Baum eine kurze Zeit zwischengelagert werden muss. Übrigens, Jungbäume werden, wegen der Winterfeuchte, am Besten im Herbst gepflanzt.

Wie pflanze ich einen Baum richtig?

Grab ein ausreichend großes Pflanzloch. Als Faustregel gilt, dass das Pflanzloch etwa ein Drittel größer sein soll als der Wurzelballen, so können sich die Wurzeln besser entwickeln. Setze den Baum in das Pflanzloch und wässere den Wurzelballen noch vor dem Auffüllen. Frisch gepflanzte Bäume brauchen einen Gießring, damit das Wasser beim Bewässern seitlich nicht wegrinnt. Nach der Pflanzung sollten unbedingt eine Baumverankerung (3-fach Verpflockung) und ein Stammschutz (Strohmatten oder Weißanstrich) als Sonnen- bzw. Mähschutz angebracht werden.

Das Pflanzloch sollte ausreichend groß sein. Nach der Pflanzung benötigt der Jungbaum u.a. einen Weißanstrich als Stammschutz.

Welche Pflege braucht mein Jungbaum?

Oft ist in der Baumpflege die Meinung noch verbreitet, wenn man einen Jungbaum setzt, muss man sich jahrelang nicht mehr um ihn kümmern. Jedoch sind gerade die ersten Jahre am Standort entscheidend, wie sich ein Baum entwickelt und ob er später aufwändige und vor allem kostspielige Probleme bereitet. Junge Bäume lassen sich mit gezielten Schnitten „erziehen“. Dabei werden die Form und Gestalt des Baumes für die Zukunft festgelegt, ohne größere Verletzungen am Baum zu verursachen. Wichtige Maßnahmen des Erziehungsschnittes sind zum Beispiel die Konkurrenztriebe zu entfernen. Denn diese können im Baumalter zu sogenannten Zwiesel führen und durch die Belastung zum Auseinanderbrechen des Astes führen. Weiters werden Äste entfernt, die aneinander reiben und sich in ihrem Wuchs gegenseitig behindern. Mit den ersten Schnitten wird auch die Vorbereitung des Lichtraumprofils getroffen.

„Jungbaumpflege ist langfristig die beste Investition an seinem noch jungen Baum. Wer von Anfang an langfristig denkt, erspart sich viel Ärger und schont dazu noch seine Geldbörse.“

DI Philipp Engleder, Baummanagement Maschinenring Oberösterreich

In den späten Phasen eines Baumlebens kommt vor allem der Totholzentfernung eine immer größere Bedeutung zu. Hierbei gilt es jedoch ein besonderes Fingerspitzengefühl an den Tag zu legen. Auf der einen Seite muss natürlich die Verkehrssicherheit des Baumes gewahrt werden, andererseits bietet Totholz jedoch auch eine unglaublich wertvolle Lebensgrundlage für diverse Tier- und Pflanzenarten.

Bei der Baumpflege sind Erfahrung und Fingerspitzengefühl gefragt.

Ist ein Baumschnitt überhaupt notwendig? Was muss ich beachten?

Der Zeitpunkt für Schnittmaßnahmen ist meiner Meinung nach nicht so wichtig. Wichtig ist, dass die jeweiligen Schnittmaßnahmen richtig durchgeführt werden. So sollte für gewöhnlich immer auf Astring geschnitten und keine Aststummel stehen gelassen werden.

Grundsätzlich ist ein regelmäßiger Baumschnitt wichtig, um die gesetzlich vorgeschrieben Verkehrssicherheit von Bäumen zu erhalten. Falls diese Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist, müssen Maßnahmen getroffen werden um diese wiederherzustellen. Die gängigsten Maßnahmen zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit sind Kronenkorrektur nach Kappung, Lichtraumprofilschnitt für Straße und Gehweg, Kronenerziehungsschnitte bei Jungbäumen oder die Totholzentfernung.

Hafte ich für meinen Baum?

Ja. Die Pflicht einen Baum zu kontrollieren (Verkehrssicherheitspflicht) leitet sich aus dem ABGB §1319 und § 1319a ab. In Österreich haftet der Baumbesitzer, in Deutschland der Eigentümer! Ein Besitzer ist jedoch nicht immer der Eigentümer, sondern derjenige mit der tatsächlichen Verfügungsgewalt wie z.B. ein Pächter, Wegehalter usw.

Woran erkenne ich, dass mein Baum gesund ist?

Die Vitalitätsbeurteilung eines Baumes ist für einen Laien nicht immer einfach zu beurteilen ist. Die Vitalität eines Baumes, also die Wuchspotenz eines Baumes, lässt mit etwas Übung anhand der Trieblängen einschätzen. Während absterbende Kronenteile und stagnierende Längenzuwächse der Triebe auf abnehmende Vitalität hindeuten, sind Langtriebe für gewöhnlich ein Hinweis für eine volle Vitalität.

Im Zweifelsfall ist eine Begutachtung durch professionelle Baumpfleger sinnvoll.

Was muss ich bei älteren Bäumen beachten?

In den späten Phasen eines Baumlebens kommt vor allem der Totholzentfernung eine immer größere Bedeutung zu. Hierbei gilt es jedoch ein besonderes Fingerspitzengefühl an den Tag zu legen. Auf der einen Seite muss natürlich die Verkehrssicherheit des Baumes gewahrt werden, andererseits bietet Totholz jedoch auch eine unglaublich wertvolle Lebensgrundlage für diverse Tier- und Pflanzenarten. Meine Empfehlung: „So wenig wie nötig entnehmen und so viel wie möglich belassen.“

Danke für das Interview!

Philipp Engleder arbeitet im Baummanagement des Maschinenring Oberösterreich und steht für Ihre Fragen gerne per E-Mail oder telefonisch unter der Nummer 05 9060 40032 zur Verfügung.

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Ihre Bäume in den besten Händen

Halten Sie Ihre Bäume gesund und sicher! Bei einer professionellen Baumpflege sind die Baumprofis der regionalen Maschinenringe die besten Ansprechpartner. Sie verfügen über fachliches Know-how, die geeigneten Gerätschaften und viel Erfahrung. Zu ihren Aufgaben gehören neben Baumschnitt und -kontrolle auch Leistungen wie die Erstellung eines Baumkatasters für Gemeinden, Arbeiten rund um Kronensicherung und Baumfällung sowie Pflanzenschutz. Mehr Infos zu unserem Baummanagement haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Der unschätzbare Wert von Bäumen 640 355 Maschinenring Blog Oberösterreich

Der unschätzbare Wert von Bäumen

Der Baum steht für Wachstum, Fruchtbarkeit und Gedeihen. Er ist Sinnbild des Lebens und ein Zeichen für Beständigkeit. Ein Baum bietet nicht nur Lebensraum, sondern erfüllt weitere zahlreiche Funktionen und Aufgaben: wer hält sich nicht gerne im angenehmen Schatten eines Baumes auf oder erfreut sich im Herbst an der wunderschönen Blattfärbung oder auch an der reichlichen Ernte. Zudem ist der wirtschaftliche Nutzen eines Baumes nicht zu unterschätzen und sein ökologischer Wert gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Bäume haben viel zu erzählen – sie begleiten uns unser ganzes Leben lang, ja sie überdauern sogar Generationen. Nicht umsonst verbinden wir mit Bäumen die Eigenschaften Stabilität und Langlebigkeit. Doch in unserer heutigen schnelllebigen Gesellschaft haben es Bäume schwer alt zu werden. Immer öfter müssen sie neuen städtebaulichen Projekten weichen und fallen Straßen und Gebäuden zum Opfer. Manche Fällungen machen durchaus Sinn, vor allem wenn es um die Sicherheit geht. Aber einen Baum nur deswegen zu fällen, weil das Laub als störend empfunden wird, muss in jedem Fall hinterfragt werden. Der Ersatz durch eine Neupflanzung ist niemals gleichwertig und nur ein kleiner Trost. Hätten unsere Vorfahren keine Gärten, Parks oder andere Grünflächen mit Bäumen angelegt, wären unsere heutigen Städte um viele Grünoasen ärmer und die Lebensqualität wäre ebenfalls eine andere.

Beeindruckendes Alter

Ein Baum breitet sein Geäst wie Arme aus, bildet über unseren Köpfen eine schützende Krone und lässt uns dadurch Geborgenheit spüren. Bis er seine endgültige Höhe erreicht hat dauert es Jahrzehnte. Wie alt ein Baum wird hängt in erster Linie von der Baumart ab. Von unseren heimischen Laubbäumen werden Eiche und Linde am ältesten, sie können bis über 1.000 Jahre überstehen. Eine Fichte hat im Schnitt eine Lebenserwartung von 400 bis 500 Jahre, allerdings kann sie unter perfekten Bedingungen für Rekordwerte sorgen. Für die Lebenserwartung spielen aber auch Faktoren wie Standort, Wasser- und Nährstoffversorgung eine entscheidende Rolle. So haben beispielsweise Stadtbäume aufgrund der Emissionen generell eine niedrigere Lebenserwartung als ihre Kollegen im Wald und auf dem Feld.

Symbolik und Brauchtum

Zwischen Menschen und Bäumen können enge Verbindungen entstehen. Oft wird zum Beispiel symbolisch ein Baum als Lebensbaum zur Geburt eines neuen Erdenbürgers gepflanzt. In der Mythologie steht der Baum für die Verbindung von Erde und Himmel – seine Wurzeln sind tief in der Erde verankert und sein Wipfel ragt hoch in den Himmel. In unserem Landschaftsbild stellen manche Bäume markante Elemente dar, sodass sie zu geografischen und gesellschaftlichen Orientierungspunkten im Alltag werden. Sei es die alte Eiche am Ortsplatz, die als Treffpunkt für Jung und Alt gilt, die große Linde, die den Platz vor der Kirche prägt, oder der Kastanienbaum beim Dorfwirt, der für angenehmen Schatten im Gastgarten sorgt. Zudem spiegelt sich das Nahverhältnis zwischen Baum und Mensch auch in verschiedenen Bräuchen und Traditionen, wie zum Beispiel dem Maibaum, Christbaum oder den Barbarazweigen, wieder.

Sie haben Fragen zur Gartengestaltung vom Maschinenring oder möchten Ihren Garten neu- bzw. umgestalten? Wir kümmern uns gerne um Ihr Anliegen: www.maschinenring.at/oberoesterreich.

Bäume als natürliche Klimaanlage 1024 682 Maschinenring Blog Oberösterreich

Bäume als natürliche Klimaanlage

Ob in der Stadt oder am Land – Bäume sind in Zeiten des Klimawandels für uns Menschen besonders wertvoll. Die Blätter spenden Schatten und durch die Verdunstung von Wasser verbessern sie das Mikroklima. Im öffentlichen Raum heben sie demnach die Aufenthaltsqualität und im Hausgarten ist eine Beschattung durch Bäume nicht durch die eines Sonnensegels zu ersetzen. Unter einer Baumkrone kann die gefühlte Temperatur sogar 10°C niedriger als die Umgebungstemperatur sein. Kurzum, Bäume wirken wie eine natürliche Klimaanlage. Nicht zuletzt produzieren sie Sauerstoff, speichern Kohlendioxid und filtern Schadstoffe und Feinstaub aus der Luft. Eine erwachsene Buche beispielsweise produziert pro Jahr 4,6 Tonnen Sauerstoff und verarbeitet dafür 6,3 Tonnen Kohlendioxid. Wer einen Baum in seinem Garten pflanzt, betreibt somit aktiv Klimaschutz.

Entscheidende Kriterien für den Pflanzerfolg

Bei einer Baumpflanzung müssen mehrere Faktoren beachtet werden und eine gute Planung im Vorfeld ist entscheidend für die Baumgesundheit und den Pflanzerfolg. Die Wahl des Standorts ist mit Bedacht zu treffen, denn jede Baumart hat diesbezüglich unterschiedliche Ansprüche und Anforderungen. Zudem sollte der Zustand des Bodens immer vor Ort geprüft werden. Denn ist von einer Verdichtung des Bodens auszugehen, kann sich bei Regen Stauwasser bilden und Wurzelfäule verursachen. Wichtig ist außerdem, dass der Baum genug Platz zum Wachsen hat. Die Wurzeln müssen sich ausbreiten können und daher darf der Baum nicht zu nahe an gepflasterten Wegen, Straßen oder Gebäuden stehen. Genauso ist ein angemessener Abstand zum angrenzenden Grundstück empfehlenswert, damit der Baum nicht von den Nachbarn als störend empfunden wird. All diese Faktoren wie Standort, Bodenbeschaffenheit, Platzbedarf, Lichtverhältnisse u.v.m. sind für die Auswahl der Baumart zu berücksichtigen. Weiters ist für den Wuchserfolg die Qualität des Jungb mes aus der Baumschule entscheidend. Je nach Aufzucht und Anbieter können diese sehr unterschiedlich sein – an dieser Stelle zu sparen ist hier sicher der falsche Weg. Wichtig ist zudem, den Baum unbeschadet an seinen Bestimmungsort zu transportieren. Dabei soll der Wurzelballen bis zur Verpflanzung nicht austrocknen, auch wenn der Baum eine kurze Zeit zwischengelagert werden muss. Bei der Pflanzung selbst ist auf ein großes Pflanzloch zu achten, so können sich die Wurzeln besser entwickeln. Als Faustregel gilt, dass das Pflanzloch etwa ein Drittel größer sein soll als der Wurzelballen. Eine ausreichende Wasserversorgung ist die Voraussetzung für ein gutes Ergebnis. Wässern Sie den Ballen vor dem Auffüllen des Pflanzlochs und legen Sie nach der Pflanzung einen Gießring an, damit das Wasser beim Bewässern seitlich nicht wegrinnt. Nach der Pflanzung ist unbedingt eine Baumverankerung (dreifach Verpflockung) und ein Stammschutz (Strohmatten oder Weißanstrich) als Sonnen- bzw. Mähschutz anzubringen.

Jungbaumpflege spart langfristig Kosten

Oft ist die Meinung verbreitet, sich nach dem Setzen eines Jungbaumes jahrelang nicht mehr um ihn kümmern zu müssen. Jedoch sind gerade die ersten Jahre für die Entwicklung eines Baumes entscheidend, und ob er später aufwendige und vor allem kostspielige Probleme bereitet. „Jungbaumpflege ist langfristig die beste Investition an seinem noch jungen Baum. Wer von Anfang an langfristig denkt, erspart sich Ärger und schont dazu noch seine Geldbörse“, ist Wohlmuth vom Maschinenring überzeugt. Junge Bäume lassen sich mit gezielten Schnitten „erziehen“. Dabei wird die Form und Gestalt des Baumes für die Zuku nft festgelegt, ohne größere Verletzungen am Baum zu verursachen. Wichtige Maßnahmen des Erziehungsschnittes sind zum Beispiel die Konkurrenztriebe zu entfernen. Denn diese können im Baumalter zu sogenannten Zwieseln führen und durch die Belastung kann es zum Auseinanderbrechen des Astes kommen. Auch die Äste, die aneinander reiben und sich in ihrem Wuchs gegenseitig behindern, werden entfernt. Mit den ersten Schnitten wird auch die Vorbereitung des Lichtraumprofils getroffen, damit die Baumkrone den Verkehr auf Straßen und Gehwegen nicht beeinträchtigt.

Die Stadtgemeinde Grieskirchen beispielsweise, hat in eine Baumalle als klimafreundliche Maßnahme investiert.

Unser Leistungsportfolio Baummanagement:
– Baumpflanzungen
– Baumkontrolle
– Baumkataster
– Baumpflege
– Obstbaumschnitt
– Baumfällung und -abtragung
– Wurzelstockentfernung

Sie haben Fragen zu unserem Leistungsportoflio Baummanagement? Melden Sie sich gerne unter: www.maschinenring.at/oberoesterreich.

Welcher Baum passt in meinen Garten? 1024 554 Maschinenring Blog Oberösterreich

Welcher Baum passt in meinen Garten?

In der Gartengestaltung sind Bäume ein wichtiger Bestandteil und deshalb nicht mehr wegzudenken. Sie verleihen dem Garten einen einzigartigen und unverkennbaren Charakter. Damit der Hausbaum eine Bereicherung ist und auch bleibt, sind einige grundlegende Überlegungen anzustellen und individuell zu beantworten.

Mit Bäumen gestalten

Durch ihre Höhe schaffen Bäume Vertikalstrukturen und erschließen somit die dritte Dimension in der Gartengestaltung. Sie strukturieren und gliedern Flächen, schaffen Nischen und erzeugen eine räumliche Wirkung. Die Kronen sind die Dächer der Gärten, darunter entstehen neue Räume. Erst durch Bäume nehmen Gärten Gestalt an. Ein Baum im Garten kann auch ein echter Blickfang sein und Akzente setzen. Blicke können in bestimmte Richtungen gelenkt und Sichtachsen unterstrichen werden. Beim Erarbeiten eines Gestaltungskonzeptes gilt es zu berücksichtigen, dass sich ein Baum im Laufe des Jahres verändert. Je nach Jahreszeit hat er Unterschiedliches zu bieten: die duftenden Blüten im Frühjahr, die schönen Blätter im Sommer, dekorative Früchte im Herbst und eine malerische Wuchsform im Winter. Der Jahreszyklus wird dadurch für uns Menschen spürbarer.

Die richtige Standortwahl und der Nutzen

Eine entscheidende Frage ist, wo der Baum stehen soll und ob er für einen bestimmten Zweck vorgesehen ist. Soll er Schatten spenden oder vor fremden Blicken schützen? Möchten Sie mit der Pflanzung von Bäumen einen Bereich abgrenzen oder neue Räume definieren? Soll er in der Nähe der Terrasse stehen oder als Attraktion im Vorgarten beeindrucken? Gut möglich, dass ein Baum auch mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen soll. Abhängig von diesen Fragen ist die Wahl der Baumart. Für einen Baum in Fensternähe bietet sich an, eine laubabwerfende Art zu wählen. Im Sommer sind die Blätter ein natürlicher Schattenspender, aber im Winter kann, wenn die Äste unbelaubt sind, ungehindert Licht in die Wohnräume fallen. Für einen beschatteten Sitzplatz, von dem Sie aber trotzdem freie Sicht in den Garten genießen können, sind Bäume mit hochangesetzter Krone zu bevorzugen.

Der Platzbedarf und die Größenentwicklung

Wurde der Nutzen des Baumes definiert und der Standort gewählt, ist im weiteren Schritt der Platzbedarf und somit die Baumgröße entscheidend. Von Anfang an muss bei der Planung eines Hausbaumes die endgültige Wuchshöhe, Wuchsform und Kronenbreite mitberücksichtigt werden. Ansonsten kann es im Laufe der Jahre zu bösen Überraschungen kommen. Ein Baum der zu nahe am Haus gepflanzt wird, kann sich nicht optimal entwickeln und in weiterer Folge auch erhebliche Schäden verursachen. Die nötigen Schnitt- und Pflegemaßnahmen können nicht nur sehr kostspielig sein, sondern auch die Baumgesundheit beeinträchtigen. Zudem sollte auch ein Abstand zum Nachbargrundstück eingehalten werden. Denn nicht jeder Nachbar erfreut sich an den Ästen und Früchten, die zu ihm hinüberragen. Für den Hausgarten sind vor allem Baumarten, die zu der Gruppe der Kleinbäume gezählt werden und nur 2 bis 10 m hoch werden, empfehlenswert.

Standort- und Bodenansprüche beachten

Jeder Baum hat bestimmte Bedürfnisse und Ansprüche. Der eine bevorzugt Sonne und einen trockenen Standort, der andere gedeiht am besten im Schatten. Um für ideale Wachstumsbedingungen zu sorgen, muss auf die jeweiligen Standort- und Bodenansprüche Rücksicht genommen werden. Dies ist auch eine Voraussetzung für die Pflegeleichtigkeit des Baumes. Ein Baum der sich an seinem Standort nicht „wohlfühlt“, bereitet zusätzlich Arbeit und erhöht den Pflegeaufwand.

Die Wahl der Baumart

All diese Überlegungen tragen zur Findung der richtigen Baumart und Sortenwahl für Ihren Hausbaum bei. Wir haben eine kleine Auswahl an Hausbäumen unterschiedlicher Kategorien auf den folgenden zwei Seiten für Sie zusammengestellt.

  • Hausbäume mit überhängender Krone
    Wer einen Baum für eine romantische Gestaltung mit geschwungenen, weichen Linien und Formen sucht, dem ist zum Beispiel ein Baum mit überhängender Krone zu empfehlen. Besonders zur Geltung kommen diese in Einzelstellung, denn sie sorgen für einen wahren Blickfang. Acht zu geben ist hier auf die Unterbepflanzung. Aufgrund der großen Schattenwirkung sind nur robuste und schattenverträgliche Pflanzen zu empfehlen.
  • Säulenförmige Hausbäume
    Besonders für kleine Gärten oder auch Reihenhausgärten, eigenen sich säulenförmige Hausbäume. Diese wachsen langsam, bleiben schmal und werfen zudem auch nur wenig Schatten.
  • Kugelförmige Hausbäume
    Sehr beliebt für den Garten und Vorgarten sind Bäume die eine kugelförmige Krone bilden. Durch ihr langsames Wachstum müssen sie nur selten zurück- und in Form geschnitten werden. Zudem sind sie besonders schön anzusehen und verleihen dem Garten einen besonderen Charakter. Im Alter können die meisten kugelförmigen Bäume einen Kronendurchmesser bis 5 m erreichen und dementsprechend Platz brauchen.
  • Alternative Großsträucher
    Bei der Auswahl eines Baumes für den Garten sollten Sie auch die Kategorie der Großsträucher in Betracht ziehen. Sträucher wachsen zum Unterschied eines Baumes immer mehrstämmig. Sie können aber durchaus Höhen von über 10 m erreichen. Voraussetzung für das Pflanzen eines Großstrauches ist genügend Platz. Vor allem die Wuchsbreite darf nicht unterschätzt werden. Sträucher können in Form von Hecken wachsen, aber auch in Einzelstellung für ein Highlight sorgen.

Sie haben spezielle Fragen zum Thema,  zur Gartengestaltung vom Maschinenring oder möchten Ihren Garten neu- bzw. umgestalten? Wir kümmern uns gerne um Ihr Anliegen: www.maschinenring.at/oberoesterreich.

Bilder: © www.baumschule-horstmann.de

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