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Durchforstung

Werden Flächen gerodet, wird andernorts flächenident wieder aufgeforstet 1024 768 Maschinenring Blog Oberösterreich

Werden Flächen gerodet, wird andernorts flächenident wieder aufgeforstet

Aufgrund von Rodungsgenehmigungen für anderweitige Verwendung wie Bauland werden viele Flächen abgeholzt, welche laut Vorschrift andernorts wieder flächenident aufgeforstet werden müssen. Bereits seit 2012 werden viele dieser Flächen vom Maschinenring Braunau wiederaufgeforstet, dies erfolgt ausschließlich bei Frühjahrsaufforstungen im März und April.

Bevor wir das Pfanzmaterial in den Boden einbringen, wird ein Wildzaun rund um die aufzuforstende Fläche errichtet. Bei der anschließenden Aufforstung achten wir auf die richtige, standortabhängige Pflanzenwahl, das richtige Pflanzverfahren und auf hohe Qualitätsstandards. Die Kühlkette wird durch professionelle Planung gewährleistet. Beim Wurzelschnitt scheiden wir Pflanzen schlechter Qualität aus und bringen sie erst gar nicht in den Boden. Bei Eiche-Setzlingen pflanzen wir 4.000 Stück pro Hektar ein, bei allen anderen Pflanzensorten setzen wir 2.500 Stück pro Hektar. Der Setztrupp für eine rasche Pflanzung besteht aus fünf Personen. Eine dreijährige Betreuung und Pflege der Aufforstung mittels Aufsitzmulcher oder Motorsense bis zur gesicherten Neuanlage wird vom Maschinenring gewährleistet. Wenn notwendig, werden hierbei auch Pflanzen nachgesetzt. Der beim Mulchen entstandene Grünschnitt bleibt vor Ort und ist somit auch ein Dünger für die Setzlinge.

Wenn wir für unsere Forstkunden eine Aufforstung vorbereiten, planen wir nicht nur den Arbeitseinsatz selbst. Eine wichtige Rolle spielt vor allem die Auswahl von standortgeeigneten Baumarten und passendem Pflanzenmaterial. In den letzten zehn Jahren wurden zwei Drittel Laubbäume (Rotbuche, Stieleiche, Bergahorn, Schwarzerle, Schwarznuss, Wildkirsche und Linde …) und ein Drittel Nadelbäume (Lärche, Weißtanne, Douglasie …) gepflanzt. Wir setzen ausschließlich Nacktwurzler, das heißt, die Wurzeln liegen frei in der Erde, was zur besseren Wurzelausbildung beiträgt. Nur mit der richtigen Pflanzenwahl können wir eine nachhaltige Ertragssicherung gewährleisten und berücksichtigen gleichzeitig die wirtschaftlichen und ökologischen Vorstellungen des Kunden.

Durchforstung zur Stärkung des Waldbestandes 1024 678 Maschinenring Blog Oberösterreich

Durchforstung zur Stärkung des Waldbestandes

Gerade in den Wintermonaten (Saftruhe) sollte die Zeit für Durchforstungseingriffe genutzt werden. Wie sich in der Vergangenheit immer wieder zeigte, sind gepflegte Bestände wesentlich besser vor Wind und Schädlingen geschützt.

Durchforstungseingriffe bringen dem Waldeigentümer viele Vorteile

Am wichtigsten ist dabei die Stärkung des Bestandes. Wurzeln und Kronen der im Bestand verbliebenen Bäume entwickeln sich besser. Der Bestand wird widerstandsfähiger gegen Schnee und Sturm. Darüber hinaus erhöht sich der Bestandeswert. Der Zuwachs wird auf eine geringere Anzahl, aber qualitativ bessere Bäume gelenkt. Dickere Bäume bedeuten höhere Preise und geringere Holzerntekosten. Mit der Durchforstungsmaßnahme ist auch noch eine Regulierung der Baumartenmischung möglich. Erwünschte Mischbaumarten können gefördert, unerwünschte Baumarten entfernt werden. Außerdem wird der Waldboden mit der Durchforstung positiv beeinflusst, denn mehr Licht, Wärme und Feuchtigkeit gelangen zum Boden. Das Bodenleben wird auf diese Weise angeregt und die Streu wird besser zersetzt. Schließlich lässt sich mit der Durchforstung ein nicht zu unterschätzendes Einkommen aus dem Wald erzielen.

Kriterien für die Auswahl von Z-Stämmen

  • Stabilität: Der Durchmesser in Brusthöhe (cm) muss mindestens um 25 % größer sein als die Baumhöhe (m). Das Höhen: Durchmesserverhältnis (H/D-Wert) darf höchstens den Wert 80 haben.
  • Vitalität: Die Vitalität eines Nadelbaumes wird durch den Grünkronenanteil der Baumlänge charakterisiert. Je tiefer die grüne Krone ansetzt, desto vitaler ist der Baum. Angestrebt werden sollte ein Grünkronenanteil von 50 % der Baumlänge.
  • Qualität: Treffen die Punkte 1 – 2 für zwei oder mehrere Bäume zu, so ist der qualitativ bessere Baum als Z-Stamm auszuwählen. Bei der Auslesedurchforstung werden nur jene Bäume entnommen, die den Z-Stamm bedrängen.
  • Abstand: Der Abstand der Stämme zueinander sollte bei der Baumart Fichte nicht unter 5 m liegen.
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Stärkung des Waldbestandes 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Stärkung des Waldbestandes

Gepflegte und durchforstete Waldbestände sind robuster gegen Wind und Schädlinge. Deshalb sollten die anstehenden Herbst- und Wintermonate wieder für Durchforstungseingriffe genutzt werden.
Am Wichtigsten ist dabei die Stärkung des Bestandes. Wurzeln und Kronen der im Bestand verbliebenen Bäume entwickeln sich besser. Der Bestand wird widerstandsfähiger gegen Schnee und Sturm. Darüber hinaus erhöht sich der Bestandswert. Der Zuwachs wird auf eine geringere Anzahl, aber qualitativ bessere Bäume gelenkt.

Kriterien für die Auswahl von Z-Stämmen:

  • Stabilität: Der Durchmesser in Brusthöhe (cm) muss mindestens um 25 % größer sein als die Baumhöhe (m). H/D-Wert darf höchstens den Wert 80 haben.
  • Vitalität: Die Vitalität eines Nadelbaumes wird durch den Grünkronenanteil der Baumlänge charakterisiert. Je tiefer die grüne Krone ansetzt, desto vitaler ist der Baum. Ziel-  Grünkronenanteil von 50 % der Baumlänge.
  • Qualität: Treffen die Punkte 1-2 für zwei oder mehrere Bäume zu, so ist der qualitativ bessere Baum als Z-Stamm auszuwählen.
  • Abstand: Der Abstand der Stämme zueinander sollte bei der Baumart Fichte nicht unter 5 m liegen.
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