pixel
Beiträge mit den Schlagworten :

Bienen

Blumenwiese für Bienen
Wie legt man eine Blumenwiese für Bienen an? 1024 685 Maschinenring Blog Oberösterreich

Wie legt man eine Blumenwiese für Bienen an?

Blüflächen für Bienen – Tipps vom Profi

Eine natürliche Blumenwiese ist nicht nur wunderschön anzusehen. Mit jeder Blühfläche, die wir Bienen und blütenbestäubenden Insekten als Nahrungsinsel zur Verfügung stellen, leisten wir einen Beitrag für Biodiversität und den Erhalt unserer Umwelt. Gemeinsam mit dem Bienenzentrum Oberösterreich gründete der Maschinenring Oberösterreich 2018 die Initiative „Blühstreifenaktion – mach mit“ und bietet Oberösterreichs Landwirten, Gemeinden, Unternehmen und nicht zuletzt Privatpersonen Unterstützung bei der Anlage von Blühstreifen. Wir haben mit Ing. Roman Braun, Leiter der Agrarbetreuung von Maschinenring Oberösterreich gesprochen, was bei der Anlage kleinerer Blühflächen beachtet werden muss.

Wann ist der richtige Zeitpunkt eine Blumenwiese für Bienen anzulegen?

Der richtige Zeitpunkt für die Anlage eines Blühstreifens ist im Frühjahr ab Mitte April oder – bei mehrjährigen Pflanzenarten – im Herbst ab Mitte September. Es sollte mindestens 10°C haben.

Was muss man bei der Anlage eines Blühstreifens für Bienen unbedingt wissen?

Wenn man das Saatgut einfach auf die Wiese streut, wird das nicht funktionieren. Der Konkurrenzdruck des Altbestands wäre für die langsam wachsenden Blühpflanzen zu groß. Zuerst muss ich also den Boden vorbereiten und die Grasnarbe abtragen. Auf kleinen Flächen kann ich das mit einer Schaufel machen und anschließend die Erdoberfläche mit dem Rechen lockern. Nun lasse ich den Boden ein paar Tage ruhen und entferne Unkraut, das sich in dieser Zeit blicken lässt. Danach wird die Fläche nochmal zwei bis drei Zentimeter aufgelockert, Bodenunebenheiten werden ausgeglichen und erst dann ist das Beet fertig.

Welche Blumensamen kann ich für Blühstreifen verwenden?

Zum einen ist es wichtig, dass man für Blumenwiesen für Bienen nur Samen von Blumen verwendet, die seit jeher in Österreich wachsen. Die Insekten haben nämlich ihren Lebenszyklus auf den Blühzeitpunkt der heimischen Pflanzen abgestimmt. Wenn Lebenszyklus und Blühphase nicht zusammenpassen, kann das eher kontraproduktiv sein. Wir haben spezielle Saatgutmischungen für landwirtschaftliche Anforderungen und für den Anbau im Bereich „Kommunal, Gewerbe und Privat“. Dieses Saatgut ist geprüft und zertifiziert und kann bei jedem örtlichen Maschinenring bezogen werden.

Wie viel Samen muss ich pro Quadratmeter rechnen?

Für die Aussaat wird das nötige Saatgut aufgewogen – die genauen Angaben findet man in der Regel auf der Saatgut-Verpackung. Der Samen wird mit Quarzsand oder Gries aufgemischt, damit man genügend Material zum Ausstreuen hat. Wenn man keinen Streuwagen zur Verfügung hat und per Hand aussäht, sollte man übrigens einmal längs und einmal quer säen. Dann verteilt sich das Saatgut auf der künftigen Blumenwiese für Bienen gleichmäßiger.

Und nach der Aussaat?

Nun wird das Saatgut mit dem Rechen leicht eingearbeitet und an den Boden gedrückt, damit es zu einem Bodenschluss kommt. Nun muss das Beet gleich bewässert werden, möglichst mit einem feinen Rasensprenger.

Welche Pflege braucht meine Blumenwiese für Biene?

Zunächst braucht es ein bisschen Geduld, weil die Wildblumen langsam wachsen. Im Anlagejahr ist zumindest ein Reinigungsschnitt zur Bekämpfung von Unkräutern notwendig, da sie in Konkurrenz mit den Blumen stehen. Man nennt dies „Reinigungsschnitt“. Der Schnitt sollte in 7 cm Höhe erfolgen und danach sollte man das Schnittgut abtransportieren.

Blühflächen für Insekten – Sie möchten mehr wissen?

  • Mehr Infos zur „Blühstreifenaktion – mach mit“ finden Sie auf unserer Website oder unter der Telefonnummer + 43 5 90 60 400 21).
  • Die voestalpine stellte ungenutzte Gewerbe- und Industrieflächen Bienen und blütenbestäubenden Insekten zur Verfügung. Hier geht’s zum Video.
  • Welche Pflanzen werden von Bienen bevorzugt? Hier finden Sie eine Übersicht von bienenfreundlichen Pflanzen.
  • Die Möglichkeit, eine Blühpatenschaft zu erwerben, finden Sie auf www.maschinenring-bluehpatenschaft.at.
Bienenfreundliche Pflanzen im Garten 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Bienenfreundliche Pflanzen im Garten

Wenig genutzte Rasenflächen können ohne großen Verlust der Gartennutzung zu einer kleinen Blumenwiese werden und somit zur Insel der Lebensqualität für Bienen. Auch die Fensterbank und der Balkon bieten Möglichkeiten für jene, die keinen Garten besitzen. Wer erfreut sich außerdem nicht an einem reichhaltigen Blühangebot im Garten? Sie leisten also nicht nur einen ökologischen Beitrag und verbessern die Situation der Bienen, sondern schaffen außerdem eine blühreiche Attraktion in Ihrem Garten.

Das Angebot an nektar- und pollenreichen Pflanzen reicht von Gehölzen, Stauden und Sommerblumen bis hin zu verschiedensten Küchenkräutern. Um die Bienen mit dem richtigen Blütenangebot zu unterstützen, stellen wir Ihnen bienenfreundliche Pflanzen für Ihren Garten vor.

Beispiele für Bienenfreundliche Pflanzen:

  • Sonnenblume
  • Lavendel
  • Wildblumen-Samenmischung
  • Waldrebe
  • Winterheide
  • Sonnenhut
  • Vogelkirsche
  • Salweide/Palmkätzchen
  • Felsenbirne
  • Heimische Liguster
  • Heckenkirsche
  • Brombeere
  • Salbei
  • Rosmarin
  • Zitronenmelisse
  • Mohnblume

Sie besitzen keinen Garten oder haben keine freie Fläche, um Nahrungsinseln für Bienen anzubauen? Dann nutzen Sie die Möglichkeit einer Blühpatenschaft! Nähere Infos dazu finden Sie unter: www.maschinenring-bluehpatenschaft.at.

Fortsetzung der Blühstreifenaktion für Bienen 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Fortsetzung der Blühstreifenaktion für Bienen

In einer gemeinsamen Pressekonferenz am 22. März im OÖ. Presseclub gaben Landesrat Max Hiegelsberger, das Bienenzentrum OÖ und der Maschinenring die Fortsetzung der Aktion für noch mehr blühende Insektenlebensräume bekannt. Das Anlegen von Blühmischungen auf Ackerrandstreifen ist die effizienteste Methode, um Honigbienen, Wildbienen und blütenbestäubende Insekten im Hoch- und Spätsommer zu unterstützen. 2018 wurden dazu vom Maschinenring ganze 300 Kilometer Blühstreifen aus hochwertiger, zertifizierter österreichischer Saatgutmischung angelegt. Die Bäuerinnen und Bauern legten vor allem mehrjährige Flächen an. Die größte Einzelfläche betrug dabei 2,14 Hektar, das sind gut vier Fußballfelder. „Es gibt aber auch noch viele andere Flächen, die alle Voraussetzungen zur Bienenweide erfüllen, daher wird die Aktion heuer ausgeweitet und ein spezielles Paket für Gemeinden, Gewerbegebiete und Privatpersonen wird angeboten“, erläuterten Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker, sowie auch Landesobmann des Maschinenrings Gerhard Rieß anlässlich des Saisonstarts der „Blühstreifenaktion – mach mit 2019“. Die Bienen wird’s freuen, die Menschen auch, denn „Geht es der Biene gut, geht es uns allen gut“!

Start der Blühstreifenaktion für Bienen 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Start der Blühstreifenaktion für Bienen

„Geht es den Bienen gut, geht es uns allen gut“

Unter diesem Motto startete der Maschinenring Oberösterreich in Kooperation mit dem Bienenzentrum Oberösterreich am 3. April eine Presseinformation im OÖ. Presseclub. Zahlreiche Journalisten sowie der ORF waren ebenfalls anwesend.

Bei der laufenden Blühstreifenaktion geht es um die Idee, Nahrungsinseln und Lebensräume für alle Bienen und blütenbestäubenden Insekten im Hoch- und Spätsommer zu schaffen. Denn vor allem in dieser Zeit ist eine ausreichende Nahrung wichtig für die Bienen, da hier die Jungbrut für den Winter heranwächst und das Überleben des Bienenstocks über den Winter von der Vitalität der Winterbienen abhängt. Dazu werden Blühstreifen durch die oberösterreichischen Maschinenringe angelegt.

Hier geht’s zum ORF-Beitrag (online anzusehen bis 10. April 2018)

Blühstreifenaktion – Bienen und Blumen brauchen einander 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Blühstreifenaktion – Bienen und Blumen brauchen einander

Geht es den Bienen gut, dann geht es auch den Landwirten gut!

Da es für die blütenbestäubenden Insekten und im Speziellen für die Bienen im Sommer immer weniger Nahrung gibt, wurde dieses Projekt ins Leben gerufen. Gute und ausreichende Nahrung ist im Hochsommer besonders wichtig, da hier die Jungbrut für den Winter heranwächst und das Überleben des Bienenstockes über den Winter von der Vitalität der Winterbienen abhängt.

Was kann ich tun?

Entlang von Straßen oder Bächen wird ein 3 Meter breiter Blühstreifen mit einer speziellen für Bienen zusammengesetzten Saatgutmischung angebaut. Diese Bestände blühen über den Sommer durchgehend und liefern somit kontinuierlich Nahrung. Meistens werden die Streifen neben Mais angelegt.

Vorteil entlang von Mais und Soja

Der Saatzeitpunkt und somit die Bodenbearbeitung erfolgen zur gleichen Zeit und in einem Gang – kein Zusatzaufwand nötig. Ist der Pflanzenschutz schon abgeschlossen bevor es zu blühenden Pflanzen kommt, gibt es keinen Konflikt mit den Bienen. Wird der  Blühstreifen im Kreuzungsbereich neben der Straße angelegt, dann entsteht keine Sichtbehinderung – Sicherheitsaspekt, wird von manchen Gemeinden gefördert. Entlang von Bächen wird, je nach Breite des Streifens, die Abstandsauflage bei Pflanzenschutz und Düngerausbringung erfüllt – Selbstschutz. Natürlich können Blühstreifen neben allen Kulturen angelegt werden, wenn die oben beschriebenen Punkte eingehalten werden können. Der Blühstreifen kann ab einer Größe von 1 ar auch als ÖVF-Fläche, mit dem Anrechenfaktor 1,5, im MFA beantragt werden.

Der Maschinenring organisiert die Kampagne in Zusammenarbeit mit dem Bienenzentrum Oberösterreich.

Jetzt mitmachen und gleich beim regionalen Maschinenring melden!

de_DEGerman

Pin It on Pinterest