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Feldversuche CULTAN-Verfahren– „Es funktioniert in der Praxis!“ 940 788 Maschinenring Blog Oberösterreich

Feldversuche CULTAN-Verfahren– „Es funktioniert in der Praxis!“

Das CULTAN-Verfahren, also Stickstoffdüngung durch Injektion direkt in an der Wurzel, ist in aller Munde. Die Maschinenring-Agrarprofis beschäftigen sich seit Jahren intensiv mit der innovativen Düngemethode und sehen darin absolut Potenzial für die Landwirtschaft. In Feldversuchen wird die CULTAN-Düngung praxisnah angewandt, beobachtet und die Resultate ausgewertet. Die Ergebnisse sprechen für sich und die Methode etabliert sich rasant: Im Moment sind in Oberösterreich bereits vier CULTAN-Gemeinschaftsmaschinen im Einsatz.

Cultan Verfahren: Ergebnisse des Feldversuchs

Pyhrn-Eisenwurzen. Einer der Fachexperten, die am Maschinenring-Feldfachtag am 31.5. teilnahmen, ist Norbert Ecker, Geschäftsführer von Agrar-EN. Er ist Fachmann für Bodenanalytik und Düngemaßnahmen und ist sich sicher: „Grundsätzlich ist in der Düngung alles zu tun, damit es ein starkes Wurzelwachstum gibt. Das Wurzelwachstum bei CULTAN ist nachweislich intensiver. Es funktioniert in der Praxis.“

„Ich lade euch wirklich ein, euch mit dieser Technik vertraut zu machen.“ – Norbert Ecker von Agrar EN beim Feldfachtag des Maschinenring Pyhrn-Eisenwurzen am 31.5.2021

Markante Unterschiede beim Winterweizen nach CULTAN-Düngung

Auf den ersten Blick erkennt man die deutlich intensivere Feinwurzelausbildung im Wurzelbild des CULTAN-gedüngten Weizens. Dies führt zu einer höheren Widerstandsfähigkeit in Trockenperioden, da die Pflanzen mit so vielen Feinwurzeln besser in der Lage sind, sich mit Bodenwasser zu versorgen. Dass das Ammonium aus einem Depot am Ton-Humuskomplex aufgenommen wird, nicht wasserlöslich ist und somit höhere N-Einzelgaben möglich sind, sind weitere Vorteile des CULTAN-Verfahrens. Bis zu 20 % Düngereinsparung sind absolut realistisch.

Alois Aigner, Agrar-Kundenbetreuer vom Maschinenring Pyhrn-Eisenwurzen, freut sich über die gelungene Veranstaltung und weiß: „Unsere Landwirte haben enormes Interesse an der neuen, innovativen Düngemethode. Durch den Maschinenring und die Gemeinschaftsgeräte hat jeder Bauer die Möglichkeit, von dem neuen Verfahren zu profitieren.“

Interessiert am CULTAN-Verfahren oder der Vermittlung einer der vier CULTAN-Geräte in Oberösterreich? Bitte wende dich direkt an deinen Maschinenring.

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Maikäfer 2021: Wo sind plötzlich die Maikäfer hin? 940 788 Maschinenring Blog Oberösterreich

Maikäfer 2021: Wo sind plötzlich die Maikäfer hin?

Maikäfer-Situation 2021: Vor gut 14 Tagen, in der zweiten Maiwoche 2021, erreichten uns aus den Maikäferregionen Oberösterreichs (Oberes Mühlviertel, nördliches Inn- und Hausruckviertel, Salzkammergut, Kremstal) die Meldungen von starken Maikäferflügen in der Dämmerung. Wenn man aber jetzt, Ende Mai, abends nach draußen geht, findet man auf den Wiesen und Äckern keine großen Schwärme von Maikäfern mehr. Der Grund dafür ist, dass sie nun im Wald auf Laubbäumen zu finden sind.

Maikäfer-Situation Ende Mai 2021

Schüttelt man in den betroffenen Gebieten untertags eine kleine Buche, Eiche, Kirsche, einen Ahorn oder auch andere Laubbäume am Waldrand, so purzeln die Maikäfer herunter. Am Abend gegen 21.00 Uhr kann man den Wald wahrlich „brummen“ hören, wenn die Maikäfer um die Baumkronen zu fliegen beginnen. Gerne halten sie sich auch in der Krone von markanten Einzelbäumen, an Obstbäumen oder in Hecken auf.

Schüttelt man diesen Baum, sieht man schnell, wo sich die Maikäfer Ende Mai 2021 aufhalten.

Nach der Paarung werden die Eier abgelegt

Man kann Ende Mai 2021 auf den Bäumen auch immer wieder sich paarende Maikäfer finden. Nach der Paarung kehren sie wieder in die Wiesen und Felder zurück, um dort ihre Eier abzulegen. Bis zu 70 Eier können von einem Weibchen in den Boden gelegt werden. Aus den Eiern schlüpfen dann die Engerlinge, die enorme Fraßschäden an den Wurzeln der Futtergräser und anderen Kulturpflanzen anrichten und ganze Regionen zu Steppenlandschaften verkommen lassen können, wie uns beispielsweise das Jahr 2019 gezeigt hat.

Abgestorbenes Grünland durch Maikäfer-Engerlingfraß im Jahr 2019.
Abgestorbenes Grünland durch Engerlingsfraß im Jahr 2019: Hier hilft nur noch eine aufwändige mechanische Regulierung der Engerlinge und eine Neuanlage des Grünlandes.
Melken, Grünraumpflege und vieles mehr… 873 559 Maschinenring Blog Oberösterreich

Melken, Grünraumpflege und vieles mehr…

Sarah ist seit Juli letzten Jahres beim Maschinenring Grieskirchen Wirtschafts- und Agrar Fachkraft. In der Freizeit verbringt sie gerne die Zeit am Alpakahof in Gaspoltshofen.

Du bist seit Juli beim Maschinenring beschäftigt. Wie bist du zum Beruf  Wirtschafts- und Agrar Fachkraft  gekommen?
Ich habe die Fachschule Mistelbach bei Wels besucht und anschließend den Aufbaulehrgang zur Matura in der HBLA  Elmberg gemacht. Dort habe ich viel  theoretisches Wissen erlangt und wollte nun auch mehr im Praktischen dazulernen. Auf der Suche nach einem Job im ländlichen Bereich, bin ich auf die Website vom Maschinenring und auf die Ausbildung zur Wirtschafts- und Agrar Fachkraft gestoßen.

Welche Einsätze hast du bis jetzt schon machen dürfen?
Ich bin bis jetzt schon sehr vielfältig eingesetzt worden. Über Personalleasing habe ich schon in so manche Firmen und Bereiche hineinschnuppern dürfen, wie zum Beispiel bei Baufirmen, Tischlereien, und bei der Müllabfuhr. Auch in der Grünraumpflege habe ich schon mitgeholfen. Viel Freude haben mir auch die Arbeiten auf den landwirtschaftlichen Betrieben bereitet.

Welche Arbeiten hast du bisher bei deinen agrarischen Einsätzen gemacht?
Bisher war ich auf einem Schweinebetrieb und auf einem Milchviehbetrieb. Von der Stallarbeit wie füttern, saubermachen, melken über Besamen bis zur Ferkelversorgung war alles dabei. Besonders viel Spaß haben mir die Arbeiten mit den
Tieren gemacht.

Was machst du in deiner Freizeit?
In meiner Freizeit helfe ich gerne am Alpakahof in Gaspoltshofen. Ich habe vor gut fünf Jahren dort ein Praktikum gemacht und helfe seitdem oft und gerne am Wochenende mit. Ich bin mit Wolfgang und Ariane Putzinger sehr gut befreundet und ihre Alpakas faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Mein Wissen über Alpakas durfte ich auch bei meinem zweimonatigen Aufenthalt auf einer großen Alpakafarm in den USA erweitern. Die Arbeit mit diesen putzigen Tieren bereitet mir große Freude. Diesen Sommer habe ich meine Ausbildung zur tiergestützten Intervention in Wien abgeschlossen und gehe nun auch meiner Leidenschaft, mit Tieren und Menschen gemeinsam zu arbeiten, nach.

Interesse an einer Ausbildung oder einem Job beim Maschinenring? Gleich informieren unter: maschinenring-jobs.at

Eine Fachkraft als Unterstützung 1024 520 Maschinenring Blog Oberösterreich

Eine Fachkraft als Unterstützung

Sechs landwirtschaftliche Betriebe unterstützt Mathias Rammer aus Ried in der Riedmark derzeit.
Der 21-Jährige ist als auszubildende Wirtschafts- und Agrar Fachkraft seit März 2019 beim Maschinenring im Einsatz. Nach Abschluss der Landwirtschaftlichen Fachschule Katsdorf und dem Zivildienst beim Roten Kreuz, hat er vorerst über den elterlichen Betrieb in der Betriebshilfe beim Maschinenring Gusental ausgeholfen. Der junge motivierte Landwirt wird den Hof zu Hause übernehmen. Mathias ist von den verschiedenen Einsätzen in der Landwirtschaft, im Gartenbereich und vor allem dem Kontakt mit Menschen sehr angetan. Auch jene sechs Betriebe, auf denen Mathias mithilft, sind mit seiner tatkräftigen Unterstützung auf ihrem Hof sehr zufrieden.

Im Wordrap haben wir mehr über Mathias erfahren:

In der Betriebshilfe tätig zu sein, taugt mir weil…
ich durch den Einsatz auf verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben viele Erfahrungen sammeln kann und abwechslungsreich arbeite. Cool ist es, dass ich regelmäßig auf die Betriebe komme und mich deshalb dann sicher fühle, wenn ich die Arbeit alleine mache.

Beim Maschinenring zu arbeiten bedeutet für mich…
im Freien zu sein, meine Zeit gut einteilen zu können.

Als zukünftiger Hofübernehmer beschäftigt mich…
wie andere Landwirte ihren Betrieb leiten.

Für diese Zeit wünsche ich mir…
Gesundheit und Freude an der Arbeit.

An der Ausbildung zur Wirtschafts- und Agrar Fachkraft begeistert mich…
die umfassende Ausbildung.

Nachdem ich diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen habe…
werde ich sicher noch einige Zeit beim Maschinenring bleiben.

Ein Ereignis, während der Zeit der Ausbildung, an das ich mich immer erinnern werde…
an den Seilklettertechnik-Kurs zur Ausbildung zum Baumkletterer.

Meine größte Herausforderung in dieser Zeit war…
ein Betriebshilfe-Einsatz bei einem mir bekannten Landwirten.

Als Kind wollte ich…
auch schon immer den elterlichen Betrieb übernehmen.

Privat begeistert mich…
Sport.

Interesse an einer Ausbildung oder einem Job beim Maschinenring? Gleich informieren unter: maschinenring-jobs.at

Abwechslungsreiche und praktische Tätigkeiten im Ausbildungsalltag 971 538 Maschinenring Blog Oberösterreich

Abwechslungsreiche und praktische Tätigkeiten im Ausbildungsalltag

Im Juni 2018 hat sich Andreas Schoissengeyer für die Ausbildung zur Wirtschafts- und Agrar Fachkraft entschieden. Bevor der 20-Jährige diese zweijährige Ausbildung beim Maschinenring Schwanenstadt startete, schloss er die landwirtschaftliche Fachschule in Vöcklabruck ab und absolvierte zusätzlich noch die Unternehmerprüfung. Im Zuge der Ausbildung lernte Andreas viele verschiedene Arbeitsbereich beim Maschinenring kennen. Inzwischen ist er ausgebildete Wirtschafts- und Agrar Fachkraft und meist in der Grünraumpflege sowie im Forst im Einsatz. Als Betriebshelfer schätzen ihn Bauern und Bäuerinnen sehr.

Im Wordrap haben wir mehr über Andreas, seinen (beruflichen) Alltag und seine Zukunftspläne erfahren:

An der Ausbildung zur Wirtschafts- und Agrar Fachkraft begeistert mich…
so viele verschiedene Eindrücke in alle Bereiche des Maschinenring. Natürlich auch die Betriebshilfe bei unseren Bauern und Bäuerinnen, die dank unserer Hilfe Notsituationen und schwierige Zeiten mit einem treuen Partner durchstehen können.

Nachdem ich diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen habe…
weiß ich auf jeden Fall, dass ich mich im Agrarbereich vollständig entfalten möchte.

Für meine berufliche Zukunft wünsche ich mir…
jeden Tag weiterhin mit voller Freude in den Tag zu starten und am Abend mit gutem Rückblick in den Feierabend gehen zu können.

Meine Kollegen sagen über mich…
dass ich ein sehr angenehmer Kollege bin, man mit mir viel Spaß haben kann und ich auch ab und zu meinen Senf hinzugeben muss.

Als Kind wollte ich…
immer schon zu Hause am Betrieb mithelfen, am liebsten Tag und Nacht.

Privat bin ich…
sehr gerne mit meinen Freunden unterwegs, betreibe regelmäßig Sport und bin Sänger in der Blasmusikband LaBasisBanda.

Alle Infos zur Ausbildung unter www.maschinenring.at/waf

Auf jeden Fall ein Gewinn: Die Ausbildung zur Wirtschafts- und Agrar Fachkraft 1024 768 Maschinenring Blog Oberösterreich

Auf jeden Fall ein Gewinn: Die Ausbildung zur Wirtschafts- und Agrar Fachkraft

Mathias Rammer aus Ried in der Riedmark ist als auszubildende Wirtschafts- und Agrar Fachkraft seit März 2019 beim Maschinenring im Einsatz. Nach Abschluss der Landwirtschaftlichen Fachschule Katsdorf und dem Zivildienst beim Roten Kreuz, hat er vorerst über den elterlichen Betrieb in der Betriebshilfe beim Maschinenring Gusental ausgeholfen. Der junge motivierte Landwirt wird den Hof zu Hause übernehmen. Das Modell der Ausbildung gefiel ihm auf Anhieb.

Ein vielseitiger Ausbildungsalltag

Derzeit ist Mathias bei sechs Landwirten als Unterstützung tätig. Die restliche Zeit hilft er im Maschinenring Service-Bereich, beispielsweise in der Grünraumpflege, mit. Besonders geschickt ist er beim Erklimmen von hohen Bäumen. Mathias ist von den verschiedenen Einsätzen in der Landwirtschaft, im Gartenbereich und vor allem dem Kontakt mit Menschen sehr angetan. In der Ausbildung werden alle drei Maschinenring-Bereiche – Agrar, Service und Personalleasing – in einem zweijährigen Ausbildungsblock abgedeckt. Der theoretische Ausbildungsblock ist zudem eine gute Basis für seine Arbeit. Auch jene sechs Betriebe, auf denen Mathias mithilft, sind mit seiner tatkräftigen Unterstützung auf ihrem Hof sehr zufrieden.

Interesse an einer Ausbildung oder einem Job beim Maschinenring? Gleich informieren unter: maschinenring-jobs.at

Eine Ausbildung, drei Vorteile 1024 700 Maschinenring Blog Oberösterreich

Eine Ausbildung, drei Vorteile

Eine Ausbildung, drei Vorteile: Theorie+ Praxis+ volles Gehalt vom ersten Tag an. Michael Prammer aus Neumarkt ist seit Mai 2019 in Ausbildung zur Wirtschafts-und Agrar Fachkraft. Nach seinem dreijährigen Besuch der Landwirtschaftlichen Fachschule (ABZ) in Hagenberg mit dem Abschluss landwirtschaftlicher Facharbeiter, hat er sich für diese Ausbildung beim Maschinenring Freistadt entschieden. Die Ausbildung beinhaltet Arbeitseinsätze in allen drei Bereichen des Maschinenring: Agrar, Personalleasing und Service.

Im Interview haben wir mehr über Michael und seinen Ausbildungsalltag erfahren:

Wie bist du zur Ausbildung Wirtschafts- und Agrar Fachkraft gekommen?
Der Maschinenring hat die Ausbildung zur Wirtschafts- und Agrar Fachkraft in der Schule vorgestellt. Außerdem ist der elterliche Betrieb Mitglied beim Maschinenring Freistadt. Auch durch die Maschinenring-Zeitung habe ich von der Ausbildung erfahren. Für mich war sofort klar, dass ich diese Ausbildung machen möchte.

Was sind deine Aufgaben?
Ich unterstütze Betriebe bei der täglichen Stallarbeit. Im Personalleasingbereich bin ich bei unterschiedlichen Firmen, wie Biebl Freistadt als Installateurhelfer, bei Stadler u. Kudler Fenster montieren und beim Huemer Photovoltaikanlagen montieren, um nur einige zu nennen, im Einsatz.

Was ist dein bisheriges Feedback zu dieser Ausbildung?
Im Zuge meiner Ausbildung sammle ich wertvolle Erfahrung und kann das erlernte Wissen in der Praxis einüben. Mit Sicherheit erfahre ich dabei auch wichtige Erkenntnisse für mich als zukünftiger Hofübernehmer. Von Dezember bis Februar war ich auf Kursausbildung: Dort erlernte ich beispielsweise wie Ladegut richtig gesichert wird, einiges über die Tierhaltung, Holz-Metall-bearbeitung, Gartengestaltung- und Pflege sowie Landtechnik.

Welche Arbeitseinsätze magst du besonders gern?
Am liebsten mag ich die Stallarbeit, denn dort lerne ich viele neue Arbeitsabläufe und Techniken auf den verschiedenen Höfen kennen. Außerdem mag ich die Ausbildung weil sie so vielseitig ist.

Interesse an einer Ausbildung oder einem Job beim Maschinenring? Gleich informieren unter: maschinenring-jobs.at

Besseres Verständnis der Nachbarn für die Landwirtschaft 1024 682 Maschinenring Blog Oberösterreich

Besseres Verständnis der Nachbarn für die Landwirtschaft

Gülle am Feld ausbringen, Staub durch Ernte, Feldarbeiten am Abend – was in der Landwirtschaft gewöhnlich ist, missfällt so manchen Nicht-Landwirten, die möglicherweise mit ihrem Grundstück auch noch an ein bewirtschaftetes Feld eines Bauern angrenzen. Der Hof von Fam. Naschberger liegt in Gampern direkt im Ortskern. Durch das in den letzten Jahren entstandene Siedlungsgebiet, welches an die Felder der Familie grenzt, wurde die Sicherheit in der Erntezeit zum Thema. Und damit es im Laufe der Jahre gar nicht erst zu unzufriedenen Nachbarn kommt, haben sich die Vollerwerbsbauern etwas einfallen lassen: über eine WhatsApp Gruppe versorgen sie ihre Nachbarn mit wichtigen Infos. Wir wollten mehr darüber wissen und haben sie zum Interview gebeten.

Wie kam es zur Gründung dieser Gruppe?

Vor ein paar Jahren haben wir in der Zeitung über eine solche „Initiative“ gelesen. Da dachten wir, das könnte für uns auch passen. Im Herbst 2017 haben wir diese WhatsApp Gruppe gegründet. In unserem Fall ging es anfangs um die Maisernte. Zum einen das Sicherheitsthema, dass sich keine spielenden Kinder während der Ernte im Maisfeld befinden und zum anderen die Staubbelastung, weil wir wussten, dass etliche Nachbarn einen Pool besitzen. Mittlerweile geht es auch um die Sicherheit der Haustiere. Wenn wir Feldarbeiten ankündigen, gibt es Nachbarn, die ihre Haustiere im Haus behalten möchten.

Wie waren die Reaktionen?

Überschwängliche Begeisterung war zu spüren. Anfangs fügten wir alle direkt an das Feld angrenzenden Nachbarn zur Gruppe hinzu. Mit der Zeit meldeten sich immer mehr, die auch diese Infos erhalten wollten. Mittlerweile versorgen wir 17 Haushalte mit unseren Informationen, ein paar davon per SMS. Als 2018 dann die Gülle-Saison startete, nutzten wir die bestehende Gruppe gleich, um den Nachbarn vor der Gülleausbringung Bescheid zu geben. Die Leute sind unheimlich dankbar für unsere angekündigten Arbeiten. Wobei wir immer versuchen Rücksicht zu nehmen und z. B. die Gülleausbringung, an Nachmittagen mit perfektem Grillwetter, vermeiden. Es lässt sich in der Landwirtschaft natürlich nicht immer alles planen. Am wichtigsten ist halt, dass die Leute es wissen, bevor sie in die Arbeit fahren, um ggf. Maßnahmen treffen zu können. Wenn es notwendig ist, kurzfristig Arbeiten durchzuführen, bekommen wir – dank unserer Vorab-Info – Verständnis dafür.

Gab es etwas, womit ihr nicht gerechnet habt?

Das positive Echo war für uns sehr überraschend. Seit Bestehen dieser Gruppe haben wir natürlich mit mehreren Leuten im Dorf und der neuen Siedlung zu tun. Wir wissen nicht, ob die Gruppe was damit zu tun hat, aber wir haben seit einiger Zeit unheimlich viele Milchkundschaften. Wir verkaufen auch Christbäume für’s ganze Dorf, die gerne angenommen werden. Natürlich spielt auch die Lage unseres Hofes dabei eine wesentliche Rolle, aber der Umgang mit den Anrainern ist hier auch ein Schlüssel zum Erfolg.

Auftakt in zwei spannende Jahre 1024 768 Maschinenring Blog Oberösterreich

Auftakt in zwei spannende Jahre

Der 2019 gestartete Jahrgang zur Wirtschafts- und Agrar Fachkraft begann im Juni mit 25 Teilnehmern, acht davon in Oberösterreich. In der Zwischenzeit waren die Auszubildenden in verschiedenen Tätigkeiten in ihrem regionalen Maschinenring tätig. Um sich nun in der Jahrgangs-Gruppe besser kennenzulernen, Vertrauen zu schaffen und eine starke Gemeinschaft zu bilden, fand in Ried im Traunkreis ein Treffen der Auszubildenden und ihren Betreuern der jeweiligen Maschinenring-Geschäftsstelle statt.

Vorbereitung für die Winterzeit mit geselligem Ausklang

Mit dem Beginn der kalten Monate beginnt nun der erste von zwei zehnwöchigen Kursblöcken. Um für diesen gerüstet zu sein, wurden die zukünftigen Wirtschafts- und Agrar Fachkräfte bei diesem Treffen für die Ausbildungszeit im Winter vorbereitet. Dabei gab es einen Überblick über Organisatorisches: vom Stundenplan über die Bildungskarenz bis hin zum Weiterbildungsgeld. Von der Stallprofiausbildung für Rinder- und Schweinebetriebe über die Grundlagen der Gartengestaltung und Grünraumpflege bis zu Basisausbildungen in vielen handwerklichen Bereichen sowie den Führerschein E zu B und den Stapler- und Kranschein, reichen die Kurse im Winter. Bei einem geselligen Ausklang mit Abendessen und anschließendem Kegeln wurden noch Erfahrungen, die die Auszubildenden seit Juni bei ihren bisherigen Arbeitseinsätzen gemacht haben, ausgetauscht.

Helden am Hof 1024 684 Maschinenring Blog Oberösterreich

Helden am Hof

Wenn Bauern aus gesundheitlichen Gründen plötzlich ausfallen, kann es am Betrieb oft sehr eng werden. Wer krank oder durch einen Unfall außer Gefecht gesetzt ist, braucht Zeit und Erholung, um wieder gesund zu werden. Die nötige Ruhe zu finden ist jedoch nicht immer einfach – eine Vielzahl an zu erledigenden Aufgaben am Hof können nicht aufgeschoben werden. Oft sind ausreichende Ersatz-Arbeitskräfte nicht vorhanden, um einen Ausfall des Betriebsführers kompensieren zu können.

Da kommt der Maschinenring ins Spiel

Genau in solchen Fällen kommen unsere fleißigen Betriebshelfer zum Einsatz. Sei es, um die Tiere am Hof zu versorgen, die Felder zu bewirtschaften oder den Haushalt zu übernehmen – sie sind stets bemüht eine gute Arbeit zu leisten. Betriebshelfer zu sein ist keine leichte Aufgabe. Ständig gilt es neue Situationen zu meistern. Zugleich aber verspricht die Tätigkeit Abwechslung und immer wieder neue Herausforderungen. Kein Hof ist wie der andere, jedoch bleiben die Erfahrungen und Kontakte zeitlebens. Auch im Falle eines Familienzuwachses ist eine würdige Vertretung am Hof Gold wert. Am Meindlhof in der Gemeinde Schlatt vertreten Elisabeth und Sonja vom Maschinenring Schwanenstadt Lisa, frischgebackene Mama und Bäuerin am Hof, bei der Tomatenernte (Titelbild). Martin, Andreas und Dominik, ebenfalls als Betriebshelfer beim Maschinenring Schwanenstadt im Einsatz, sind eine große Hilfe im Stall – beispielsweise bei Kühen, Schweinen und Schafen.

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