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Zahlreiche Ideen für Ihre Garten

Engerlinge erkennen und bekämpfen: Meist kann die Grasnarbe der betroffenen Flächen ohne Mühe abgezogen werden.
Engerlinge bekämpfen: die versteckten Schädlinge im Garten. 940 788 Maschinenring Blog Oberösterreich

Engerlinge bekämpfen: die versteckten Schädlinge im Garten.

Wie kann man Engerlinge bekämpfen?

Als Engerlinge werden die Larven bestimmter Käferarten aus der Familie der Blatthornkäfer bezeichnet. Man findet sie in fast jedem Garten. Lesen Sie hier, wie Sie einem Befall vorbeugen und die Engerlinge bekämpfen können.

Für die Grünflächen sind speziell der Maikäfer, der Junikäfer und der Gartenlaubkäfer als schädlich zu erachten. Die Larven zeichnen sich alle durcheinen weißlich gelben und c-förmig gekrümmten Körper aus und sind zwischen 1,50 cm und 3,50 cm groß. Die Verwechslungsgefahr ist groß und nur durch genaueres Betrachten ihres Hinterendes lassen sie sich unterscheiden. Die Bestimmung, um welchen Engerling es sich handelt, ist für die Wahl der passenden Bekämpfungsmaßnahme entscheidend.

Um sie zu bekämpfen, muss man den Lebenszyklus der Engerlinge verstehen.

Der Maikäfer weist einen dreijährigen Entwicklungszyklus auf. Hingegen überwintern die Larven des Junikäfers und des Gartenlaubkäfers zumeist nur zwei Perioden im Boden bevor sie wieder fliegen. Das Klima spielt hierbei eine große Rolle – Abhängig von Witterungsverhältnissen kann es zu Abweichungen kommen. Je trockener und wärmer, umso intensiver die Flugtätigkeit.

Die erwachsenen Maikäfer fliegen vom Frühjahr bis zum Frühsommer und legen anschließend ihre Eier ab. Daraus schlüpfen die gefräßigen Engerlinge, die Schäden im Grünland verursachen.

Vom Frühjahr bis zum Frühsommer fliegen die erwachsenen Käfer. Sie nehmen ihre Fraßtätigkeit vorrangig an Bäumen auf und beginnen sich zu paaren. Für die anschließende Eiablage bevorzugen die Weibchen offene Böden mit hoher Wärmeabstrahlung. Nach drei bis fünf Wochen schlüpfen die Engerlinge und beginnen an den Pflanzenwurzeln zu fressen. Mit abnehmender Temperatur im Herbst, ziehen sie sich in tiefere Bodenschichten (bis zu 60 cm) zurück und überwintern dort.

Im Frühling (April/Mai) des nächsten Jahres kommen sie mit zunehmender Bodentemperatur nach oben um weiter zu fressen. Während der Vegetationsperiode hält sich der überwiegende Teil der Engerlinge in den oberen 10 cm des Bodens auf. Sie leben je nach Art und Witterung zwischen zwei und drei Jahre unter der Erde, ehe sie sich verpuppen und als erwachsene Käfer im Frühjahr erscheinen. Die Flugzeit beginnt und der Zyklus schließt sich.

Wie erkennt man einen Engerlingsbefall und wie kann man die Engerlinge bekämpfen?

Ein Engerlingsbefall im Garten zeichnet sich ab, wenn das Gras großflächig abstirbt und braune Flecken im Rasen ersichtlich sind. Die Grasnarbe der betroffenen Flächen kann meist ohne Mühe abgezogen werden. Auch lässt sich der Rasen zum Teil wie ein Teppich aufrollen. Direkt unter der Oberfläche befinden sich die zu gefräßigen Engerlinge, die jeder Gartenbesitzer bekämpfen möchte. Vor allem nach einem starken Regenfall, wenn der Boden besonders weich ist, zeigen sie sich gern an der Oberfläche des Bodens und sind leicht auffindbar.

Mit diesen Methoden kann man den Schädling Engerling bekämpfen

Um Engerlinge nachhaltig erfolgreich zu bekämpfen, ist eine wiederholte mechanische Bodenbearbeitung (z.B. mehrmaliges Fräsen der Rasenflächen) inkl. einer Neuansaat notwendig. Die Engerlinge werden dadurch an die Oberfläche befördert und von der UV-Strahlung bzw. aufgrund der Schlag- und Quetschwirkung getötet. Die optimale Bekämpfungszeit ist von Anfang Juni bis Ende August.

Auch biologische Maßnahmen wie zum Beispiel der Einsatz von Nematoden (parasitische Fadenwürmer) trägt zur Dezimierung der Larven bei. Die Würmer, die über das Gießwasser ausgebracht werden, befallen den Engerling und bringen ihn zum Absterben. Für den Erfolg ist bei dieser Methode eine Artbestimmung der Engerlinge notwendig. 

Kann den Garten  vor Engerlingen schützen?

Besser als die Engerlinge zu bekämpfen ist natürlich, dem Befall vorzubeugen: Die Käfer suchen während der Hauptflugzeit im Mai nach geeigneten Ablageplätzen für die Eier. Durch die Hinderung der Eiablage im Garten kann einem Engerlingsbefall vorgebeugt werden.

  • Vermeiden Sie die nächtliche Beleuchtung im Garten, da die Käfer von Lichtquellen in der Dunkelheit angezogen werden.
  • Zu häufiges Rasenmähen sollte in dieser Zeit ebenfalls unterlassen werden.
  • Sorgen Sie für eine dichte, geschlossene Rasendecke und lassen Sie den Rasen ruhig etwas länger wachsen. Umso gesünder und dichter der Rasen ist, desto unattraktiver ist die Fläche für die Eiablage.
  • Außerdem ist es hilfreich, wenn natürliche Feinde im Garten beheimatet sind. Vögel, Maulwürfe, Igel, Spitzmäuse und Fledermäuse haben eine Vorliebe für die saftigen Larven und durchgraben auf der Futtersuche häufig den Boden.

Weitere Tipps zur Bekämpfung von Engerlingen:

  1. Die mechanische Bekämpfung immer bei möglichst intensiver Sonneneinstrahlung durchführen.
  2. Verzichten Sie auf chemische Bekämpfungsmittel! Diese sind nicht zu empfehlen.
  3. Gemüsevliesnetze verhindern die Eiablage der Käfer in den Boden der Pflanzbeete.

Sie brauchen Hilfe von unseren Gartenprofis? Wir beraten Sie gerne, praxisnah, kompetent und zuverlässlig. Am besten wenden Sie sich direkt an Ihren örtlichen Maschinenring in Oberösterreich. Hier finden Sie alle Adressen. Gerne vermitteln wir Sie auch telefonisch: 059060 400.

Das Thema interessiert Sie?

  • Die Engerlingsbekämpfung nimmt in der Landwirtschaft zunehmend Bedeutung ein. In unserem Newsbeitrag haben wir den Stand der Erkenntnisse zusammengefasst.
  • In Oepping fand 2019 eine große Energerlingstagung statt. 
Mulchen – nach dem Vorbild der Natur 1024 489 Maschinenring Blog Oberösterreich

Mulchen – nach dem Vorbild der Natur

Vorteile des Mulchens & gängige Materialien

Unter dem Begriff „Mulchen“ ist das Abdecken des Bodens zu verstehen. Dabei werden verschiedene, vorwiegend organische Materialien verwendet. In der Natur finden wir kaum unbedeckte Böden. Beispielsweise bilden im Wald abgestorbene Äste und Pflanzen sowie Falllaub eine schützende Decke für den Boden.

Der Einsatz einer Mulchschicht erleichtert die Gartenpflege. Denn Mulchen wirkt zum einen als natürliche Unkrautbremse und unterdrückt den unerwünschten Pflanzenwuchs. Wir müssen dadurch seltener Unkraut jäten. Zum anderen hält eine Mulchdecke den Boden feucht. Wir sparen uns nicht nur die Gießarbeit, sondern auch das Wasser. Wird mit organischem Material abgedeckt, kommt zu allen Vorteilen noch die Wirkung als Dünger hinzu. Generell bietet die Bodendecke Schutz vor starken Witterungseinflüssen und verbessert die Bodenqualität.

Gängige Materialien

1. Rindenmulch

Wir verwenden Rindenmulch vorwiegend in Bereichen mit tiefwurzelnden Pflanzen. Denn aufgrund seines Gerbsäureanteils und der stickstoffbindenden Wirkung verhindert er das Wachstum von Pflanzen in seiner Umgebung. Gut verwendbar ist Rindenmulch bei Pflanzen, die eher sauren Boden lieben, wie zum Beispiel Heidelbeeren.

2. Holzhäcksel

Holzhäcksel verwenden wir beim Mulchen für tiefwurzelnde Gehölze und Hecken. Außerdem sind Holzhäcksel auch als Wegbelag hervorragend geeignet.

3. Rindenhumus oder Rindenkompost

Rindenhumus setzen wir in allen Gartenbereichen ein, vor allem dort, wo wir normale Rinde nicht verwenden können (zum Beispiel im Gemüsebeet). Denn er ist feiner in der Struktur und frei von Stoffen, die das Wachstum bremsen. Wollen Sie trotzdem eine unkrautverdrängende Wirkung erzielen wollen, gelingt das nur über einen relativ hohen Auftrag auf den Boden.

4. Rasenschnitt

Vor allem im Gemüsegarten, unter Beerensträuchern und Zierstauden, eignet sich das Mähgut vom Rasenschnitt als gutes Mulchmaterial. Es verrottet schnell und bringt rasch wertvolle Nährstoffe. Tipp: Den Mulch nur dünn auftragen, damit er nicht fault.

5. Kies und Steine

Ein zunehmend beliebtes Material zur dauerhaften Bodenabdeckung. Vor allem für Beete mit trockenheitsliebenden Pflanzen sehr passend. Allerdings ist dieses Mulchmaterial zur Verhinderung von Unkrautwachstum nicht geeignet.

Sie haben Fragen dazu oder zu anderen Themen in der Gartenpflege? Unsere Gartenprofis vom Land unterstützen Sie gerne bei der Pflege Ihres Traumgartens – kompetent, verlässlich & partnerschaftlich. Rufen Sie uns einfach unter der Nummer 05-9060-400 an oder schreiben Sie uns ein E-Mail an oberoesterreich@maschinenring.at! Unser gesamtes Leistungsportfolio im Bereich Garten können Sie auf der Maschinenring-Website nachlesen.

Blumenwiese für Bienen
Wie legt man eine Blumenwiese für Bienen an? 1024 685 Maschinenring Blog Oberösterreich

Wie legt man eine Blumenwiese für Bienen an?

Blüflächen für Bienen – Tipps vom Profi

Eine natürliche Blumenwiese ist nicht nur wunderschön anzusehen. Mit jeder Blühfläche, die wir Bienen und blütenbestäubenden Insekten als Nahrungsinsel zur Verfügung stellen, leisten wir einen Beitrag für Biodiversität und den Erhalt unserer Umwelt. Gemeinsam mit dem Bienenzentrum Oberösterreich gründete der Maschinenring Oberösterreich 2018 die Initiative „Blühstreifenaktion – mach mit“ und bietet Oberösterreichs Landwirten, Gemeinden, Unternehmen und nicht zuletzt Privatpersonen Unterstützung bei der Anlage von Blühstreifen. Wir haben mit Ing. Roman Braun, Leiter der Agrarbetreuung von Maschinenring Oberösterreich gesprochen, was bei der Anlage kleinerer Blühflächen beachtet werden muss.

Wann ist der richtige Zeitpunkt eine Blumenwiese für Bienen anzulegen?

Der richtige Zeitpunkt für die Anlage eines Blühstreifens ist im Frühjahr ab Mitte April oder – bei mehrjährigen Pflanzenarten – im Herbst ab Mitte September. Es sollte mindestens 10°C haben.

Was muss man bei der Anlage eines Blühstreifens für Bienen unbedingt wissen?

Wenn man das Saatgut einfach auf die Wiese streut, wird das nicht funktionieren. Der Konkurrenzdruck des Altbestands wäre für die langsam wachsenden Blühpflanzen zu groß. Zuerst muss ich also den Boden vorbereiten und die Grasnarbe abtragen. Auf kleinen Flächen kann ich das mit einer Schaufel machen und anschließend die Erdoberfläche mit dem Rechen lockern. Nun lasse ich den Boden ein paar Tage ruhen und entferne Unkraut, das sich in dieser Zeit blicken lässt. Danach wird die Fläche nochmal zwei bis drei Zentimeter aufgelockert, Bodenunebenheiten werden ausgeglichen und erst dann ist das Beet fertig.

Welche Blumensamen kann ich für Blühstreifen verwenden?

Zum einen ist es wichtig, dass man für Blumenwiesen für Bienen nur Samen von Blumen verwendet, die seit jeher in Österreich wachsen. Die Insekten haben nämlich ihren Lebenszyklus auf den Blühzeitpunkt der heimischen Pflanzen abgestimmt. Wenn Lebenszyklus und Blühphase nicht zusammenpassen, kann das eher kontraproduktiv sein. Wir haben spezielle Saatgutmischungen für landwirtschaftliche Anforderungen und für den Anbau im Bereich „Kommunal, Gewerbe und Privat“. Dieses Saatgut ist geprüft und zertifiziert und kann bei jedem örtlichen Maschinenring bezogen werden.

Wie viel Samen muss ich pro Quadratmeter rechnen?

Für die Aussaat wird das nötige Saatgut aufgewogen – die genauen Angaben findet man in der Regel auf der Saatgut-Verpackung. Der Samen wird mit Quarzsand oder Gries aufgemischt, damit man genügend Material zum Ausstreuen hat. Wenn man keinen Streuwagen zur Verfügung hat und per Hand aussäht, sollte man übrigens einmal längs und einmal quer säen. Dann verteilt sich das Saatgut auf der künftigen Blumenwiese für Bienen gleichmäßiger.

Und nach der Aussaat?

Nun wird das Saatgut mit dem Rechen leicht eingearbeitet und an den Boden gedrückt, damit es zu einem Bodenschluss kommt. Nun muss das Beet gleich bewässert werden, möglichst mit einem feinen Rasensprenger.

Welche Pflege braucht meine Blumenwiese für Biene?

Zunächst braucht es ein bisschen Geduld, weil die Wildblumen langsam wachsen. Im Anlagejahr ist zumindest ein Reinigungsschnitt zur Bekämpfung von Unkräutern notwendig, da sie in Konkurrenz mit den Blumen stehen. Man nennt dies „Reinigungsschnitt“. Der Schnitt sollte in 7 cm Höhe erfolgen und danach sollte man das Schnittgut abtransportieren.

Blühflächen für Insekten – Sie möchten mehr wissen?

  • Mehr Infos zur „Blühstreifenaktion – mach mit“ finden Sie auf unserer Website oder unter der Telefonnummer + 43 5 90 60 400 21).
  • Die voestalpine stellte ungenutzte Gewerbe- und Industrieflächen Bienen und blütenbestäubenden Insekten zur Verfügung. Hier geht’s zum Video.
  • Welche Pflanzen werden von Bienen bevorzugt? Hier finden Sie eine Übersicht von bienenfreundlichen Pflanzen.
  • Die Möglichkeit, eine Blühpatenschaft zu erwerben, finden Sie auf www.maschinenring-bluehpatenschaft.at.
Bienenfreundliche Pflanzen im Garten 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Bienenfreundliche Pflanzen im Garten

Wenig genutzte Rasenflächen können ohne großen Verlust der Gartennutzung zu einer kleinen Blumenwiese werden und somit zur Insel der Lebensqualität für Bienen. Auch die Fensterbank und der Balkon bieten Möglichkeiten für jene, die keinen Garten besitzen. Wer erfreut sich außerdem nicht an einem reichhaltigen Blühangebot im Garten? Sie leisten also nicht nur einen ökologischen Beitrag und verbessern die Situation der Bienen, sondern schaffen außerdem eine blühreiche Attraktion in Ihrem Garten.

Das Angebot an nektar- und pollenreichen Pflanzen reicht von Gehölzen, Stauden und Sommerblumen bis hin zu verschiedensten Küchenkräutern. Um die Bienen mit dem richtigen Blütenangebot zu unterstützen, stellen wir Ihnen bienenfreundliche Pflanzen für Ihren Garten vor.

Beispiele für Bienenfreundliche Pflanzen:

  • Sonnenblume
  • Lavendel
  • Wildblumen-Samenmischung
  • Waldrebe
  • Winterheide
  • Sonnenhut
  • Vogelkirsche
  • Salweide/Palmkätzchen
  • Felsenbirne
  • Heimische Liguster
  • Heckenkirsche
  • Brombeere
  • Salbei
  • Rosmarin
  • Zitronenmelisse
  • Mohnblume

Sie besitzen keinen Garten oder haben keine freie Fläche, um Nahrungsinseln für Bienen anzubauen? Dann nutzen Sie die Möglichkeit einer Blühpatenschaft! Nähere Infos dazu finden Sie unter: www.maschinenring-bluehpatenschaft.at.

Im Obstgarten entscheidet der richtige Schnitt 1024 916 Maschinenring Blog Oberösterreich

Im Obstgarten entscheidet der richtige Schnitt

Ist ein Obstbaum einmal gepflanzt, wünscht man sich nach Möglichkeit jedes Jahr eine reichliche Ernte. Doch leider ist das in der Praxis nicht immer der Fall.

Obstbäume im Garten sind nicht nur dekorativ, sondern bringen auch zur Erntezeit viel Freude. Das Obst aus dem eigenen Garten pflücken und weiterverwerten ist eine tolle Sache. Jedoch sind gute Erträge nicht immer so selbstverständlich, wie viele glauben. Verschiedene Faktoren wie Standort, Witterung, Erziehungsform und die Obstart selbst, ja sogar das Baumalter, beeinflussen den jeweiligen Ertrag maßgeblich.

Auf die Art kommt es an

Durch richtige und gezielte Schnittmaßnahmen können Sie den Ertrag Ihrer Bäume in gewisser Weise lenken. Aber Achtung – Obst ist nicht gleich Obst. In erster Linie ist zwischen den Obstarten zu differenzieren. Neben Kernobst (z. B.: Apfel und Birne) gibt es noch die Familie des Steinobstes (z. B.: Kirsche, Zwetschke, Marille, Pfirsich). Während das Kernobst hauptsächlich in der Vegetationsruhe (vom Laubfall bis zum Austrieb) geschnitten wird, befindet sich der Schnittzeitpunkt beim Steinobst in den Sommermonaten (meist nach der Ernte).

Schnitt ist nicht gleich Schnitt

Die unterschiedlichen Schnittmaßnahmen der einzelnen Obstbaumarten können Sie am besten durch praktisches Arbeiten am Baum festigen. Sie werden dabei feststellen, dass allein die Differenzierung nach der Obstart für den gewünschten Erfolg nicht reicht. Jeder Baum ist individuell zu betrachten. Was bei dem einen Baum logisch und nachvollziehbar scheint, kann beim nächsten für Verwirrung sorgen. Zu beachten sind auch die verschiedenen Phasen der Entwicklung eines Obstbaumes (Jugend-, Ertrags- und Altersphase), denn währenddessen kommt es zu gravierenden Abweichungen beim Schnitt. Auch auf die richtige Handhabung mit dem Schnittwerkzeug, sowie dessen Qualität, sollten Sie von Beginn an großen Wert legen.

Das sagt der Profi

Am schnellsten eignen Sie sich den richtigen Obstbaumschnitt an, wenn Sie viele unterschiedliche Obstbäume über einen längeren Zeitraum betreuen. So können Sie Schnittfehler und vor allem die jeweilige Reaktion der Bäume auf die gesetzten Schnittmaßnahmen am besten erkennen. Dennoch werden Fehler passieren. Den Obstbaumschnitt erlernen Sie nicht von heute auf morgen. Oft werden überflüssige oder störende Äste völlig falsch entfernt. Dass dies für die weitere Entwicklung des Baumes hinderlich ist, steht außer Frage. Aber genauso nachteilig wirkt es sich aus, wenn Sie den Obstbaumschnitt generell unterlassen.

Praxistipps:

  • Schnittarbeiten mit sauberem und scharfem Werkzeug durchführen. So vermeiden Sie unnötige Infektionen.
  • Keine Aststummel stehen lassen, den Schnitt möglichst am Astring machen.
  • Schnittarbeiten möglichst bei trockener Witterung durchführen.
Vermeiden Sie diese 5 Fehler im Winter im Garten 1024 574 Maschinenring Blog Oberösterreich

Vermeiden Sie diese 5 Fehler im Winter im Garten

Im Winter ruht die Natur, und damit auch der Garten. Das bedeutet jedoch nicht, dass es in dieser Zeit nichts zu tun gibt. Denn gerade in der kalten Jahreszeit ist der Garten besonders schutzbedürftig. Auf welche Gartenarbeiten Sie deshalb nicht verzichten sollten, verraten wir in „5 Fehler, die Sie im Winter im Garten vermeiden sollten:

1. Schneelast nicht entfernen

Auch wenn eine dicke Schneehaube auf den Ästen malerisch wirkt, kann sie dennoch großen Schaden anrichten. Dicht verzweigte Sträucher, Koniferen und dünne Äste können leicht unter der weißen Pracht zu Bruch kommen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, einfach an besonders gefährdeten Stellen den Schnee vorsichtig abschütteln.

2. Gießen vergessen

An schnee- und frostfreien Tagen sollten immergrüne Pflanzen gelegentlich gegossen werden, da sie auch im Winter Wasser brauchen. Dasselbe gilt auch für Kübelpflanzen, die im Haus überwintern.

3. Rasenpflege vernachlässigen

An milden Wintertagen kann der Rasen von faulendem Laub und Ästen befreit werden. Dadurch bekommt der Rasen mehr Luft und das beugt Rasenschimmel vor.
TIPP: Gefrorener Rasen sollte, wenn möglich nicht betreten werden. Die Halme sind hartgefroren und knicken sofort ab. Dies kann im Frühling zu abgestorbenen Flecken führen.

4. Keinen Kalk ausbringen

Damit der Boden fruchtbar und gesund bleibt, sollte dieser unter anderem mit Kalk versorgt werden. Kalk liefert wichtige Nährstoffe und verbessert die Wurzelbildung. Buchs, Rosen und Rotbuche können Anfang März eine gute Portion Kalk vertragen. Zwischen Kalken und Düngen sollte ein möglichst langer Zeitraum liegen.

5. Auf Biotop und Gartenteich vergessen

Achten Sie darauf, dass Lebewesen wie Schnecken, Libellen und Wasserkäfer, die den Winter auf dem Grund des Gartenteiches verbringen, ausreichend Sauerstoff zur Verfügung haben. Schneiden Sie auf keinen Fall Halme von Sumpfpflanzen wie Schilf oder Rohrkolben ab, die über die Wasseroberfläche ragen. Diese ermöglichen mitunter einen Gasaustausch zwischen Wasser und Luft durch die Eisdecke hindurch.

 

Jetzt Tipps zur Rasenpflege im Winter holen!

Bild: © Adobe Stock.
Der Buchsbaum – Alternativen eines Klassikers 1024 644 Maschinenring Blog Oberösterreich

Der Buchsbaum – Alternativen eines Klassikers

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Unter den Gartenliebhabern erfreut sich der Buchsbaum als gern verwendetes Ziergehölz. Er gedeiht auf nahezu jedem Boden, verträgt Sonne und Schatten gleichermaßen, ist frosthart und zudem sehr schnittverträglich. Häufig wird die immergrüne Pflanze für Formschnitte verwendet, da sie aufgrund ihrer Eigenschaften langsam wächst und ihre Form lange hält. Eine gute Figur macht der Buchsbaum auch als Einfassungselement, als Hecke oder als Einzelpflanze in Töpfen. Diese Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit machen den Buchsbaum zu einem beliebten Gestaltungselement in Gärten. In den letzten Jahren kommt es allerdings aufgrund einiger Krankheiten und Schädlingen vermehrt zu einem Buchsbaumsterben. Zunehmend leiden die Pflanzen so stark, dass der Griff nach Ersatzpflanzen unerlässlich ist.

Inzwischen gibt es immer mehr schnittverträgliche und niedrig bleibende Alternativen, die sich als Ersatz für Buchsbaumbepflanzungen etabliert haben. Die Auswahl sollte je nach Standort und Verwendung erfolgen. Als gute Alternativen für Formhecken bieten sich zum Beispiel die Immergrüne Heckenkirsche (Lonicera nitida) oder die Europäische Eibe (Taxus baccata) an. Tatra Seidelbast (Daphne arbuscula) bleibt sehr niedrig im Wuchs und eignet sich ideal als Bodendecker. Für Beeteinfassungen können auch diverse Gräser zur Anwendung kommen. Für diejenigen, die es etwas farbenfroher mögen, eignet sich der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia).

Zwerg Rhododendron ‘Bloombux‘
(Rhododendron micranthum ‘Bloombux‘)

Das robuste kleinblättrige Zwerggehölz ist langsam wachsend und erreicht eine finale Wuchshöhe von maximal einem Meter. Der Habitus erinnert aufgrund seines kompakten, dichten und stark verzweigten Wuchs‘, stark an einen Buchsbaum. Trotz seiner Anspruchslosigkeit bevorzugt er lockere, gut durchlässige sowie humusreiche Erde. Der Zwerg Rhododendron Bloombux® ist genauso vielseitig einsetzbar wie der Buchsbaum. Durch seine Robustheit ist er auch zur dauerhaften Grabbepflanzung geeignet.

Japanische Stechpalme (Ilex crenata)

Die Japanische Stechpalme ist mit ihren kleinen ovalen Blättern optisch kaum vom Buchsbaum zu unterscheiden. Das Gehölz zeichnet sich durch einen schmalen, kompakten Wuchs aus und eignet sich aufgrund der Schnittverträglichkeit ideal als Formhecke. Allerdings muss hier öfter zur Heckenschere gegriffen werden, da die meisten Sorten im Vergleich zum Buchsbaum schnellerwachsend sind. Für ein gesundes Wachstum wird ein lockerer, durchlässiger Boden bevorzugt.

Stechpalme ‘Heckenzwerg‘
(Ilex aquifolium ‘Heckenzwerg‘)

Diese Alternative sieht zwar optisch total anders aus als der Buchsbaum, überzeugt dafür durch sein schlankes und kompaktes Wuchsverhalten. Zehn Jahre benötigt er um auf eine Größe von 30 Zentimetern zu kommen. Er ist zwar schnittverträglich, aber ein regelmäßiger Schnitt ist aufgrund seines langsamen Wachstums in der Regel nicht notwendig. Das pflegeleichte Gehölz lässt sich wunderbar als Einfassung von Beeten und Grünflächen, aber auch für niedrige Hecken einsetzen.

Jetzt Wildblumenwiese mähen 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Jetzt Wildblumenwiese mähen

Die langfristig erfolgreiche Anlage und Pflege von Wildblumenwiesen ist eine komplexe und vielschichtige Thematik, die auch ein umfangreiches Wissen über die ökologischen Grundlagen erfordert.

Jetzt Mähen – sagen die Maschinenring-Wildblumenwiesen-Experten

Wenn Sie es noch nicht erledigt haben, sollten Sie spätestens jetzt zur Sense greifen und Ihre Wildblumenwiese mähen. Dabei sollte eine Schnitthöhe von mindestens acht bis zehn Zentimeter eingehalten werden. Das Schnittgut lassen Sie dann noch einige Tage auf der Fläche liegen bevor Sie es abtransportieren und entsorgen. Dadurch können die reifen Samen ausfallen und der Fortbestand ist durch die Selbstaussaat für das nächste Jahr gesichert. Der letzte Schnitt ist dann im Spätherbst (Ende September) in gleicher Art und Weise durchzuführen.

Lavendel – ein echter Hingucker 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Lavendel – ein echter Hingucker

Der Lavendel ist ein beliebter Halbstrauch für Balkon, Terrasse und Garten. Er lässt sich vielseitig verwenden, versprüht einen angenehmen Duft und während der Blütezeit erfreuen sich zudem Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Mit ein paar einfachen, aber doch sehr effektiven Tipps und Ratschlägen, gedeiht die Pflanze problemlos und sorgt für viel Freude.

Der Standort

Wichtig ist ein trockener, durchlässiger und sonniger Standort, denn der Lavendel mag keine hohe Luftfeuchtigkeit und Staunässe wird ihm schnell zum Verhängnis. Auch genügend Platz zu anderen Pflanzen ist ihm sehr lieb, damit er nach starkem Regen wieder gut trocknen kann.

Der Rückschnitt

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist beim Lavendel sehr wichtig, denn er fördert ein gesundes und kompaktes Wachstum. Empfehlenswert ist ein Rückschnitt mindestens einmal, idealerweise aber zweimal im Jahr. Die optimalen Zeitpunkte dafür sind zum einen das Frühjahr, kurz vor dem Austrieb und der Sommer, gleich nach dem verblühen. Je nach Alter und Größe des Lavendels wird ein Drittel bis etwa die Hälfte der Pflanze zurückgeschnitten. Maximal aber bis dorthin, wo noch junge Triebe und Blätter wachsen.

Die Pflege

Vor allem bei jungen Pflanzen ist regelmäßiges Unkrautjäten sehr wichtig, da diese sonst schnell vom wuchernden Unkraut erstickt werden. Der Lavendel wird am besten in den frühen Morgenstunden gegossen. So hat er die Möglichkeit den Tag über zu trocknen und die Gefahr von Schimmel ist geringer. Eine Düngergabe im Jahr ist völlig ausreichend, denn bei einem zu nährstoffreichen Boden wird die Pflanze frostempfindlich und verholzt schneller. Wer seinen Lavendel zu Ertragszwecken ernten möchte, sollte während der Blüte das gießen unterlassen. In diesem Stadium wird durch zu hohe Feuchtigkeit die Ölbildung reduziert.

Krankheiten und Schädlinge

Aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle sind Schädlinge für den Lavendel kaum ein Thema. Eine der Hauptursachen die den Lavendel zum Absterben bringt, ist die Staunässe. Denn dadurch kann es zu Wurzelfäule und Schimmel kommen.

Vitale Rasenfläche – alles was Sie wissen müssen 1024 684 Maschinenring Blog Oberösterreich

Vitale Rasenfläche – alles was Sie wissen müssen

Ein Garten ohne Rasen ist für die meisten Gartenbesitzer kaum vorstellbar. In der Gartengestaltung ist die grüne Fläche längst zu einem der wichtigsten Elemente geworden. Wer auf eine dauerhaft schöne und vitale Rasenfläche wert legt, muss für eine fachgerechte Pflege sorgen.

Ein gesunder Rasen ist weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge und kann den Winter oder anderen Belastungen ohne größere Probleme standhalten. Rasenpflege bedeutet in erster Linie Mähen und Wässern. Neben einer bedarfsgerechten Düngung, sind das die wichtigsten Maßnahmen, die regelmäßig durchzuführen sind. Im Laufe der Zeit kann es auch vorkommen, dass sich der Rasenboden verdichtet oder sich ein dicker Rasenfilz bildet. In solchen Fällen können gezielte Maßnahmen wie Vertikutieren oder Durchlüften Abhilfe schaffen.

Pflegemaßnahmen für eine gesunde Rasenfläche

  • Bewässerung

In den Vegetationsperioden April bis Oktober braucht der Rasen, abhängig von der Witterung, Standort und Bodentyp, etwa 15-20 l Wasser pro Quadratmeter pro Woche. Am besten Sie verabreichen die Wassermenge in maximal zwei Gaben. Tägliches Bewässern schadet dem Rasen. Grundsätzlich soll in den Morgen- und Abendstunden mit einem Regner oder einer Brause bewässert werden. Während Hitzeperioden muss die Wassermenge erhöht werden.

  • Schnitt

Ein regelmäßiger Mähzyklus fördert das Wachstum sowie eine dichte Grasnarbe und verdrängt das Unkraut. Mähen Sie den Rasen ein- bis zweimal Mal pro Woche auf eine Höhe von drei bis fünf Zentimeter. Im Hochsommer können Sie die Schnitthöhe etwas höher stellen, damit es nicht zu Vertrocknungserscheinungen kommt. Den Rasen nur im trockenen Zustand und mit scharfen Messern mähen. Generell sollte der Rasen nie mehr als ein Drittel seiner Gesamthöhe gekürzt werden.

  • Düngung

Es sind mindestens drei Düngedurchgänge im Jahr zu empfehlen. Dafür eignet sich ein organischer Rasendünger. Die erste Düngung erfolgt im Frühjahr (März/April) nachdem der Frost aus dem Boden gewichen ist, mit einem stickstoffbetonten Dünger. Danach bei Bedarf eine Gabe im Sommer (Juli/August) mit einem ausgewogenen Langzeitdünger verabreichen. Im Herbst (Oktober/November) folgt eine kalibetonte Rasendüngung, um den Rasen für den Winter zu stärken. Der Dünger sollte gleich nach dem Aufbringen eingegossen werden. Um Verbrennungen des Rasens zu vermeiden, düngen Sie nicht bei Hitze.

  • Vertikutieren

Beim Vertikutieren werden einmal im Jahr die oberirdischen, abgestorbenen Pflanzenteile sowie liegen gebliebenes Schnittgut entfernt. Dadurch können Luft, Sonne, Wasser und Dünger leichter in den Boden eindringen, sodass eine tiefe Wurzelbildung angeregt wird. Am besten erfolgt die Durchführung nach dem zweiten Rasenschnitt und ca. ein bis zwei Wochen nach der Düngung im Frühjahr. Achten Sie auf einen trockenen Boden während des Vertikutierens und entfernen Sie anschließend den herausgearbeiteten Rasenfilz mit einem Rechen.

  • Bodenverbesserung

Bei stark verdichteten Böden kann es von Vorteil sein, wenn Sie ein Sand-Humus-Gemisch oder Sand (je nach Bodenbeschaffenheit) hineinfräsen. Sand macht den Boden wasserdurchlässiger, wodurch Staunässe vermieden wird. Das Fräsen sorgt zudem für eine bessere Durchlüftung und Lockerung des Bodens. Nach dem Fräsen sollten Sie gröbere Steine entfernen und anschließend den Rasensamen frisch aussäen.

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