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Was ist ein Archebaum? 940 788 Maschinenring Blog Oberösterreich

Was ist ein Archebaum?

Sie verbessern die Luftqualität, speichern Wasser, spenden Schatten, schützen uns vor Wind und Wetter – Bäume sind für unser Ökosystem und unsere Lebensqualität von höchstem Wert. Der nachhaltige Umgang mit Bäumen ist von integraler Bedeutung, denn je älter ein Baum ist, desto wertvoller ist seine ökologische Funktion. Ein Archebaum ist ein sehr alter Baum, der wertvollen Lebensraum bietet.

An Standorten, die ein schnelles Wachstum begünstigen, wird ein Baum schon nach rund 80 Jahren gefällt – was für ein Baum-Leben eine lachhaft kurze Zeitspanne ist. Kaum ein anderes Lebewesen kann ein so hohes Alter wie Bäume erreichen. Manchmal findet man einzelne Bäume, die uralt, aber voller Leben sind. Ein Baum dieser Art wird als „Archebaum“ bezeichnet und ist besonders schützenswert.

Was ist ein Archebaum?

Als „Archebaum“ bezeichnet man einen uralten Baum, der – ähnlich einer Arche – unzählige Tieren Lebensraum bietet. Diese Zeitzeugen unter den Bäumen sind meist groß und knorrig. Die Geschichte hat Ausbruchstellen, Pilzfruchtkörper, Spechthöhlen und Einmorschungen hinterlassen, sie haben Stürme, Starkregen und Trockenperioden überlebt. Im Alter brauchen sie nun besonderen Schutz, denn stirbt der Baum, sterben alle Lebewesen in ihm ebenso – oder müssen sich einen neuen Lebensraum suchen.

Pflege und Erhalt

„Wichtig bei der Pflege von Archebäumen ist ein grundlegendes Verständnis für natürliche Prozesse“, weiß Maria Rosenberger vom Baummanagement des Maschinenring Oberösterreich. Maßnahmen zum Erhalt müssen spezifisch angepasst und sehr behutsam angewandt werden. „Meistens greifen wir nur ein, wenn wir auf konkrete Probleme reagieren müssen oder die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet ist“, so die Baumexpertin. „Befinden sich tote Äste oder Dürräste am Baum, müssen diese fachmännisch entfernt werden. Ist eine Kroneneinkürzung nötig, setzen wir die Schnitte fein dosiert und schrittweise.“ Grundsätzlich ist für alte, schützenswerte Bäume wie Archebäume die Erarbeitung eines Maßnahmenplans sinnvoll. In dem so genannten Baumkataster wird der aktuelle Stand genau erfasst, Ziele werden definiert und Eingriffe nach Prioritäten geordnet.

Wo gibt es Archebäume und andere besonders alte Bäume in Oberösterreich?

  • Der älteste Baum Oberösterreichs wurde 2019 im Nationalpark Kalkalpen entdeckt: Ein italienisches Forscherteam hat eine besondere Uraltbuche entdeckt. Sie bricht den bisherigen Rekord und ist mit unglaublichen 546 Jahren die älteste auf dem europäischen Kontinent.
  • Im Stiftspark Wilhering finden sich gleich eine Reihe von sehr alten Bäumen, unter anderem eine rund 875 Jahre alte Euroäpäische Eibe.

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Wo der Bio-Hopfen wächst und schmeckt 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Wo der Bio-Hopfen wächst und schmeckt

„Bio-Hopfen, ganz ohne Pflanzenschutz- und Düngemittel, das funktioniert nicht“ – diese Zweifel hört man immer wieder. Doch dass das eben doch funktioniert, beweist Albert Starlinger. Wir haben den Mühlviertler Bio-Hopfenbauer und Obmann des Maschinenring Rohrbach bei der Ernte besucht und durften ihm und seiner Familie dabei einen Tag lang über die Schulter schauen.

„Um heutzutage als Landwirt erfolgreich zu sein, muss man Risiken eingehen und innovativ sein“,

ist sich Vollzeit-Bio-Hopfenbauer und Obmann des Maschinenring Rohrbach Albert Starlinger sicher. Seine Eltern haben bereits 1975 mit dem Anbau von Hopfen begonnen. Als Albert dann den Hof übernommen hat, stellte er auf biologischen Anbau um. „Anfangs hatten wir oftmals Totalausfälle“, erinnert er sich zurück. Mit Geduld, Biss und dem Mut, Neues auszuprobieren, baut er mittlerweile erfolgreich vier Sorten Bio-Hopfen in bester Qualität auf über 5 Hektar Land an. Die Sorten Tradition, Spalter Select, Perle und Cascade sind sogenannte „Aromahopfen“. Klassischer Hopfen gibt dem Bier seinen typischen bitteren Geschmack, während die Aromasorten weniger Bitterstoffe beinhalten und dem beliebten Hopfengetränk eine noch facettenreichere Note verleihen. So schmeckt zum Beispiel die Sorte Cascade leicht nach Zitrone.

Wurzelstöcke im besten Alter

Im Frühling beginnt die Arbeit für den Hopfenbauer. Vieles wird dabei noch per Hand erledigt: Jeder einzelne Wurzelstock wird kontrolliert. Neue Triebe werden abgeschnitten und eingepflanzt, zusammengedreht und auf die Drähte gespannt. So manche Wurzelstöcke der Familie Starlinger sind bereits 30 Jahre alt und liefern nach wie vor einen reichen Ertrag der wertvollen Dolden. Über den Sommer hinweg wächst der Hopfen hoch hinaus Richtung Himmel, bevor er dann ab ca. Ende August reif für die Ernte ist. Bei der zwei- bis dreiwöchigen Ernte hilft die ganze Familie mit. Auch Gattin Julia, die Kinder Konrad, Leonhard und Judith sowie die Großeltern packen fleißig mit an.
Mit der am Traktor angebrachten Pflückvorrichtung wird die Hopfenpflanze gleichzeitig unten abgeschnitten und heruntergezogen. Bleibt mal eine Pflanze hängen, so hilft nur noch Muskelkraft, wie uns Sohn und Nachwuchs-Landwirt Konrad beim Besuch vorführt. Lässig hängt er sich an die Hopfenpflanze und schwingt sich herum. Wie Tarzan mit einer Liane. Da er wohl noch ein paar Kilo zu wenig wiegt und die Pflanze immer noch nicht nachgibt, kommt Opa Stefan zur Hilfe und holt die Pflanze herunter.

Echter Mühlviertler Hopfen

Der frisch geerntete Hopfen wird maschinell von Blättern und Stängeln getrennt – übrig bleiben die wertvollen Dolden, die im nächsten Schritt mit 65 Grad heißer Luft mehrere Stunden lang getrocknet werden. Weggeschmissen wird bei den Starlingers allerdings nichts – der Pflanzenabfall wird direkt am Hof kompostiert, mit Grünschnitt vermischt und später als Dünger verwendet. Nach der Trocknung wird der Hopfen in Säcke gepresst und persönlich von Bauer Albert nach Neufelden zur Mühlviertler Hopfenbaugenossenschaft transportiert. Insgesamt beliefern 42 Mitglieder die Hopfenbaugenossenschaft. Die Landwirte kommen aus dem Mühl- und Waldviertel, aber nur drei Betriebe haben sich auf Hopfen aus kontrolliert biologischen Anbau spezialisiert – dazu gehört auch Albert Starlinger. Brauereien aus der Region sowie aus ganz Österreich können von der Hopfenbaugenossenschaft in Neufelden den Hopfen, der unter der Marke „Mühlviertler Hopfen“ verkauft wird, für ihre Bierspezialitäten beziehen.

Des Hopfenbauern sein Lieblingsbier

Dass Albert mit Leib und Seele Hopfenbauer ist, wurde bei unserem Tag am Hof mehr als deutlich. Beim Rundgang entdeckten wir aber noch die ein oder andere Überraschung: Neben Hündin Fina und einer Hofkatze gibt es bei der Familie Starlinger auch noch zwei Kaninchen sowie 15 Kühe und Kälber. Und neben Obst und Gemüse für den Eigenverbrauch wird ebenfalls das Superfood Öllein für die Herstellung von Leinöl (Farmgoodies) sowie Pfefferminze angebaut, die dann von der Österreichischen Bergkräutergenossenschaft zu köstlichem Tee verarbeitet wird. Zusätzlich engagiert sich der Albert auch beim Maschinenring Rohrbach. Dort setzt er sich als ehemaliger Mitarbeiter und Vorstandsmitglied nun als Obmann für die Landwirte der Region ein. Dass ein Hopfenbauer natürlich auch gerne Bier trinkt, ist wohl selbstverständlich. Öfter wird da zum selbstgebrauten Bier vom Bruder gegriffen. Alberts Lieblingsbier ist und bleibt allerdings ein hopfengestopftes Pale Ale mit einer intensiven Hopfennote.

Renaturierung im Ibmer Moor 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Renaturierung im Ibmer Moor

An der oberösterreichisch – salzburgischen Grenze findet man den größten zusammenhängenden Moorkomplex Österreichs bestehend aus Bürmoos, Weidmoos und dem Ibmer Moos. Mit einem Alter von rund 12.000 Jahren und einer Ausdehnung von 2.000 ha ist diese Landschaft ein idealer Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen. Besonders beeindruckend ist das Naturschutzgebiet Ibmer Moor. Es ist eines der vielfältigsten und artenreichsten Moore Mitteleuropas. Moore sind von weltweiter Bedeutung für den Klimaschutz, da sie mehr Kohlenstoff als jedes andere Ökosystem speichern.

Natürliche Lebensräume schützen

Seit einiger Zeit ist jedoch das empfindliche Moorökosystem des Ibmer Moors durch das Aufkommen von Kulturheidelbeeren gefährdet. Diese sind standortfremde Pflanzen im Naturschutzgebiet, die die moortypische Vegetation verdrängen und deshalb entfernt werden müssen. Maria Wimmer, zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin sowie eine der Naturwacheorgane im Ibmer Moor, vermutet die Ursache des Aufkommens der Kulturheidelbeeren in der Verbreitung des Samens durch Vogelkot. Mit dem Naturraumservice Angebot unterstützt der Maschinenring bei der operativen Umsetzung von Naturraum-Managementplänen, wie zum Beispiel die Entfernung standortfremder Pflanzen. Zwei Mitarbeiter vom Maschinenring Ober dem Weilhart haben die standortfremden Kulturheidelbeeren im Naturschutzgebiet entfernt und damit den natürlichen Lebensraum im Ibmer Moor wiederhergestellt.

„Auch außerhalb des Naturschutzgebietes ist der Schutz des Moors mit der Neophytenbekämpfung zB. Goldrute und Riesenknöterich notwendig“,

erzählt Wimmer.

Ibmer Moor – das Wanderparadies

Wander- und Naturfreunde werden sich an der Naturbelassenheit und Schönheit der Region erfreuen. Entlang des Moorlehrpfades informieren Schautafeln über die Entstehung des Moores, die verschiedenen geschützten Pflanzen und die Vogelwelt. Ein besonderes Highlight sind aber die Moor- und Erlebnisführungen in Begleitung von Maria Wimmer, die mit ihren fachkundigen Erklärungen und interessanten Geschichten kurzweilig und humorvoll zu den schönsten Plätzen führt.

Mehr Infos dazu unter www.moor-ausflug.at/ibmer-moor

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Chemiefreie Unkrautpflege in der Gemeinde 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Chemiefreie Unkrautpflege in der Gemeinde

Einsatz von Heißschaum

Die Verschärfung der gesetzlichen Lage und die Sensibilisierung der Gesellschaft führen dazu, dass sich immer mehr Kommunen mit der chemiefreien Unkrautbekämpfung auseinandersetzen (müssen).
Mit der Heißschaumtechnik bietet der Maschinenring eine völlig ökologische, herbizid- und chemiefreie Methode zur Unkrautbekämpfung. Durch die erzielte Tiefenwirkung wird das Unkraut nicht nur oberflächlich entfernt, sondern zerstört die Zellstruktur der Wurzeln und lässt das Unkraut absterben. Nach zwei bis drei Behandlungen pro Jahr (je nach bestehendem Unkrautdruck) ist bereits ein sehr zufriedenstellendes und nachhaltiges Ergebnis sichtbar.

Vorbereitung mit dem Wildkrautbesen

Vor der thermischen Behandlung ist es sinnvoll das Unkraut mit einem Wildkrautbesen zu entfernen. Der Vorteil liegt darin, dass keine Energie durch die oberirdische Blattmasse verloren geht, sondern diese direkt in die Wurzel dringen kann.

Lassen Sie sich von dieser Technik überzeugen

Viele Gemeinden in Oberösterreich, wie beispielsweise Waizenkirchen, Michaelnbach, Heiligenberg, St. Thomas bei Grieskirchen und Prambachkirchen nehmen bereits eine Vorreiterrolle zum Thema chemiefreie Unkrautpflege ein und haben an einer exklusiven Vorführung dieser Technik teilgenommen.

Immer wieder führen wir diese Methode gerne vor, damit sich unsere Kunden vorab ein Bild davon machen können! Wenn auch Sie Interesse an der chemiefreien Unkrautpflege haben, zögern Sie nicht uns zu  kontaktieren!

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