pixel

Beförderung von Pflanzenschutzmittel – was ist zu beachten?

Beförderung von Pflanzenschutzmittel – was ist zu beachten?

Beförderung von Pflanzenschutzmittel – was ist zu beachten? 365 300 Maschinenring Blog Oberösterreich

Grundsätzlich fallen Pflanzenschutzmittel unter die Gefahrenstoffe und unterliegen somit der ADR (ADR bezeichnet das europaweite Abkommen über Gefahrgut. Es enthält Vorschriften für den Straßenverkehr bezüglich Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung von Gefahrgut).

In Österreich ist dies über das Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBG) geregelt und da gibt es eine eigene Regelung, sprich Erleichterungen, für die Landwirtschaft (GGBG -lof).

  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
Von den Bestimmungen des Gefahrgutbeförderungsgesetzes und des ADRs ausgenommen ist die Beförderung mittels land- oder forstwirtschaftlicher Zugmaschinen mit oder ohne Anhänger, sofern im Zulassungsschein unter „Verwendungsbestimmung“ die Ziffer 10 eingetragen ist.

Beförderung mit Zugmaschinen, die für die Luf zugelassen sind (Verwendungsziffer 10 im Zulassungsschein), sind ausgenommen von den Regelungen des Gefahrenguttransporten.

Bei gelten jedoch besonderen Auflagen:

  • Es darf nicht schneller als 40km/h gefahren werden
  • Max 100 km im Umkreis des Betriebes
  • Kein Transport in Tanks (Tankanhänger, Aufsetztanks) erlaubt.
  • Versandstücke die mehr als 450 Liter Fassungsraum haben (ICP Container,..) müssen der ADR konformen Kennzeichnung entsprechen (Verpackungs-, Kennzeichnungs- und Bezettelungsvorschriften).
  • Die ordnungsgemäße Ladegutsicherung ist unbedingt zu beachten
  • Der Sorgfaltspflicht ist unbedingt nachzukommen (u.a. Eignung der Ladefläche, Gefahrengüter und Lebensmittel nicht miteinander transportieren, angepasste Fahrweise, Rauchverbot bei Ladetätigkeiten, geeignete Behältnisse verwenden die ein eventuelles austretender Gefahrengüter verhindern, Gefahrengüter nicht im Fahrgastraum transportieren, …)
Beförderung von Pflanzenschutzmitteln
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
Vorsicht beim Transport von Pflanzenschutzmitteln mit PKW, Pritsche oder anderen Fahrzeugen!

Werden Pflanzenschutzmittel mit dem PKW, Pritsche oder anderen Fahrzeugen transportiert, sind die Bestimmung nach der Gefahrengutbeförderungsverordnung „Geringe Mengen (GGBV-GM)“ zu beachten.

Gefahrengutbeförderungsverordnung „Geringe Mengen (GGBV-GM)“:

  • Transport nur für den eigenen Gebrauch
  • Max. 100 km im Umkreis des Betriebes
  • Maximale Gesamtmenge 333 kg oder Liter in originalverpackten Kartons (ungeöffnet!), die das Baumusterprüfzeichen oben haben.
  • Teilmengen, max. 30 kg/Liter, in einer baumustergeprüften Transportkiste mit entsprechender Kennzeichnung
  • Ladegutsicherung beachten
  • Lieferschein oder Rechnung unbedingt mitführen
Beförderung von Pflanzenschutzmitteln - Beispiel für eine baumustergeprüfte Transportkiste
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
Beförderung von Pflanzenschutzmitteln – Beispiel für eine baumustergeprüfte Transportkiste

Achtung: Leere, aber ungereinigte Kanister oder Flaschen, fallen immer noch unter die Gefahrengutbestimmungen. Genau Informationen dazu findest du im ÖKL Merkblatt Nr. 109: Gefahrenguttransport in der Land- und Forstwirtschaft

de_DEGerman

Pin It on Pinterest