• 14. Dezember 2019

Bioabfall wird zu wertvollem Humus

Bioabfall wird zu wertvollem Humus

Bioabfall wird zu wertvollem Humus 1024 768 Maschinenring Blog Oberösterreich

Wir sind zu Besuch auf der Kompostanlage Eder in Prambachkirchen (OÖ). Dort werden Rohmaterialien, wie Grün- und Strauchschnitte und Bioabfälle aus fünf Gemeinden aus der Region zu fruchtbaren Biokompost verarbeitet. Neben Chef Gerhard Eder treffen wir vor Ort auf Andreas Schürz, Leasingmitarbeiter beim Maschinenring Grieskirchen, der uns die wichtigsten Vorgänge und Arbeitsschritte erklärt:

„Wir haben hier am Areal verschiedene Bahnen mit Kompost. Manche Bahnen sind ganz frisch, andere liegen schon ein paar Wochen. Jeden Morgen ist der erste Schritt, den Sauerstoff- bzw. Gasgehalt zu messen und die Werte zu überprüfen“, weiß der 30-Jährige, der seit März bei Eder als Vollzeitkraft im Einsatz ist. „Es dauert ungefähr zwei bis drei Monate, bis aus den Rohmaterialien Kompost wird. Um daraus den bestmöglichen Humus und Dünger zu bekommen, sind die Messwerte entscheidend. Sie sagen mir, wie oft die Bahnen gewendet und bewässert gehören.“

Das Wenden der Bahnen führt Andreas mithilfe einer Maschine aus. Damit fährt er über den Bahnen her. Der Kompost wird dann automatisch von der Maschine gewendet und wieder in einer Bahn aufgeschichtet. Im Umgang mit großen Vehikeln hat Andreas bereits von seinen vorigen Jobs Erfahrung: Gelernt hat er Raumausstatter, später arbeitete er in einem Ziegelwerk und ist jetzt froh einen Job in der Region zu haben:

„Bereits mein Vater hat beim Maschinenring gearbeitet. Und d ch den Job auf der Kompostanlage habe ich viel mehr Freizeit, brauche nicht lange zu pendeln, sondern bin in fünf Minuten am Arbeitsplatz.“

Fruchtbare Böden mit der richtigen Erde

Je nach Verwendungszweck gibt es bei Eder neben dem Biokompost auch verschiedene Erdmischungen, wie zum Beispiel Muttererde, Pflanzenerde, Rasenerde etc. Zu den Öffnungszeiten können diese einfach abgeholt werden. Auch hier ist Andreas zur Stelle und hilft nicht nur beim Aufladen, sondern auch bei der Wahl der richtigen Erde. Zu den Kunden zählen neben Privatpersonen auch viele Gartengestalter aus der näheren Umgebung.

Plastik im Biomüll als großes Problem

Ein großes Problem sind Plastik und sonstiger Abfall im Biomüll.

„Viele schmeißen Plastik, Feuchttücher und andere Stoffe in die Biotonne, die dort aber einfach nicht hingehören. Deshalb müssen wir auch den gelieferten Biomüll filtern und händisch aussortieren“, ärgern sich Gerhard Eder und sein Mitarbeiter Andreas. Auch ungewöhnliche Dinge finden sich unter dem Bioabfall: „Das Ungewöhnlichste, das ich hier bis jetzt gefunden habe, war ein künstliches Gebiss“, lacht Andreas.

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