• 31. Januar 2019

Durchforstung zur Stärkung des Waldbestandes

Durchforstung zur Stärkung des Waldbestandes

Durchforstung zur Stärkung des Waldbestandes 1024 678 Maschinenring Blog Oberösterreich

Gerade in den Wintermonaten (Saftruhe) sollte die Zeit für Durchforstungseingriffe genutzt werden. Wie sich in der Vergangenheit immer wieder zeigte, sind gepflegte Bestände wesentlich besser vor Wind und Schädlingen geschützt.

Durchforstungseingriffe bringen dem Waldeigentümer viele Vorteile

Am wichtigsten ist dabei die Stärkung des Bestandes. Wurzeln und Kronen der im Bestand verbliebenen Bäume entwickeln sich besser. Der Bestand wird widerstandsfähiger gegen Schnee und Sturm. Darüber hinaus erhöht sich der Bestandeswert. Der Zuwachs wird auf eine geringere Anzahl, aber qualitativ bessere Bäume gelenkt. Dickere Bäume bedeuten höhere Preise und geringere Holzerntekosten. Mit der Durchforstungsmaßnahme ist auch noch eine Regulierung der Baumartenmischung möglich. Erwünschte Mischbaumarten können gefördert, unerwünschte Baumarten entfernt werden. Außerdem wird der Waldboden mit der Durchforstung positiv beeinflusst, denn mehr Licht, Wärme und Feuchtigkeit gelangen zum Boden. Das Bodenleben wird auf diese Weise angeregt und die Streu wird besser zersetzt. Schließlich lässt sich mit der Durchforstung ein nicht zu unterschätzendes Einkommen aus dem Wald erzielen.

Kriterien für die Auswahl von Z-Stämmen

  • Stabilität: Der Durchmesser in Brusthöhe (cm) muss mindestens um 25 % größer sein als die Baumhöhe (m). Das Höhen: Durchmesserverhältnis (H/D-Wert) darf höchstens den Wert 80 haben.
  • Vitalität: Die Vitalität eines Nadelbaumes wird durch den Grünkronenanteil der Baumlänge charakterisiert. Je tiefer die grüne Krone ansetzt, desto vitaler ist der Baum. Angestrebt werden sollte ein Grünkronenanteil von 50 % der Baumlänge.
  • Qualität: Treffen die Punkte 1 – 2 für zwei oder mehrere Bäume zu, so ist der qualitativ bessere Baum als Z-Stamm auszuwählen. Bei der Auslesedurchforstung werden nur jene Bäume entnommen, die den Z-Stamm bedrängen.
  • Abstand: Der Abstand der Stämme zueinander sollte bei der Baumart Fichte nicht unter 5 m liegen.
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