• 9. Dezember 2018

Präzision trifft Landwirtschaft

Präzision trifft Landwirtschaft

Präzision trifft Landwirtschaft 1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

Der eine oder andere Landwirt mag sich schon einmal die Frage gestellt haben, wozu er ein Lenksystem brauche, wenn er ohnehin am Traktor sitzen muss. Die Frage ist ganz einfach zu beantworten und es gibt sogar mehrere Gründe dafür, warum es sich lohnt in ein Lenksystem zu investieren.

Angefangen beim genauen Anschlussfahren auf Feldern und Wiesen, dem Ausnutzen der gesamten Arbeitsbreite der Geräte, dem einfachen Spurhalten im hügeligen Gelände, dem Fahren bei schlechter Sicht und bei Nacht bis hin zur Betriebsmitteleinsparung. Saatgut, Treibstoff, Pflanzenschutzmittel und Dünger können eingespart werden, was neben den Ressourcen auch Geld spart. Außerdem wird der Boden durch die Reduzierung der Überfahrten geschont und der Bodenverdichtung kann in einem gewissen Maß entgegengewirkt werden. Zu guter Letzt wird mit Hilfe dieses Systems der Fahrer der Maschine entlastet, indem er einerseits einen erhöhten Zuwachs an Komfort genießt und andererseits von einer deutlichen Arbeitszeitreduzierung profitiert.

Ein Landwirt erzählt

Dazu haben wir einen Landwirt befragt, der das Maschinenring RTK-Signal bereits seit dem Winter 2014 im Praxiseinsatz hat. Patricia und Josef Prechtl bewirtschaften in der Gemeinde Andorf einen Betrieb mit Schweinemast und 50 Hektar Ackerbau. Josef ist auch als Maschinendienstleister tätig.

Was waren deine Überlegungen, das Maschinenring RTK-Signal zu nutzen?

Ich bin seit jeher technikinteressiert. Ausschlaggebend waren in erster Linie der Fahrkomfort, die Einsparung und der exakte Anbau, bei dem es eigentlich losgeht. Nicht zu vergessen ist auch der Sichtaspekt. Bei Sonnenschein und trockenem Boden sieht man keine Spur mehr am Feld. Der günstige Preis beim Maschinenring war sicherlich auch ein Anreiz.

Welche Technik ist bei dir im Einsatz?

Alle Maschinen sind mit Section Control ausgestattet, das Signal verwende ich bei beiden Traktoren beim Anbau, der Pflege und Düngung. Ich habe ungefähr 80 Schläge abgespeichert.

Wo siehst du durch diese Technik Einsparungspotenzial?

Ersichtlich wird es eigentlich überall. Zum Beispiel mit Einsparungen beim Maisanbau oder der Detailbreite in der Düngerausbringung. Es gibt so gut wie keine Überlappungen, das ist auch beim Pflanzenschutz wichtig. Das verhindert den Stress für die Pflanze und somit eine Ertragsdepression. Früher hatte ich auch beim Saatgut immer Übermengen, jetzt spare ich mir da einige Prozente. Das sind im Gesamten, als Faustregel so zirka zehn Euro pro Hektar.

Wie viele Stunden hast du das Signal im Schnitt im Einsatz?

Wir haben das Signal etwa 390 Stunden pro Jahr  im Einsatz.

Welche Vorteile gibt es für deine Kunden?

Das wichtigste ist die exakte Arbeit und die Betriebsmitteleinsparung. Und die einmal richtig angelegte Fahrgasse kann dann in Folge exakt nachbearbeitet werden.

Als Abschlussfrage möchten wir gerne wissen, ob wir etwas verbessern können?

Ein stabiles Internet ist wichtig, damit es keinen Stationsausfall gibt.  Hier gibt es keine Probleme beim MR RTK-Signal und ich bin sehr zufrieden, auch mit der Beratung und der Betreuung Rund um die Uhr. Und die Lenksysteme werden sich mit Sicherheit weiterentwickeln in Richtung autonomes Fahren. Da bin ich fest davon überzeugt.

Derzeit gibt es in Oberösterreich 134 Nutzer, die auf das Maschinenring-RTK-Korrektursignal zugreifen. Egal ob es sich um landwirtschaftliche Ackerbau- oder Grünlandbetriebe, Baumschulen, Lohn-unternehmen oder Obst- und Gartenbaubetriebe handelt, die Arbeit wird durch das markenunabhängige Lenksystem deutlich erleichtert. Seit Anfang 2018 ist das Maschinenring-RTK-Korrektursignal auch in Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark, in Salzburg und Tirol flächendeckend verfügbar.

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