• 16. November 2018

Mit schwerem Gerät zur Landesgartenschau 2019

Mit schwerem Gerät zur Landesgartenschau 2019

1024 576 Maschinenring Blog Oberösterreich

An diesen bunten Herbsttagen führt der Sonntagsausflug viele Familien sowohl aus der Region, als auch aus den Gemeinden über die Landesgrenzen hinaus, in die Böhmerwald-Gemeinde Aigen-Schlägl. Die Gäste besuchen das Stift des Prämonstratenserordens, sie nehmen in den großen Weinfässern des Stiftskellers Platz, kosten das Stiftseigene Bier und schlendern als Abschluss durch die Ausstellungsräume der Kerzenwelt. Um eine Sehenswürdigkeit reicher ist die Mühlviertler Ortschaft von Mai bis Oktober 2019: Die Landesgartenschau „Bio.Garten.Eden“ gastiert nämlich im nächsten Jahr in Aigen-Schlägl und lässt die beliebte Gemeinde mit Hilfe der Maschinenring-Mitarbeiter bereits jetzt erblühen.

In den letzten Wochen hat sich am Veranstaltungsgelände rund um das Stift schon so einiges getan. Jeden Tag lassen sich die Veränderungen und Baufortschritte beobachten – ganz besonders jetzt, wo schon die ersten Pflanzen, Blumen und Sträucher von den Mitarbeitern vom Maschinenring Grieskirchen gepflanzt wurden. Bevor das Gelände jedoch für die Filigranarbeit der Gärtner freigegeben werden konnte, waren zuerst die Männer und Frauen für’s Grobe gefragt.

Frau am Steuer

Auf der Baustelle entlang des Stiftes treffen wir Stefanie Märzinger. Die 26-Jährige ist dort für den Maschinenring Rohrbach bzw. unseren Kunden, dem Bauunternehmen Held und Franke, im Einsatz. Wer jetzt denkt, sie sei ebenfalls Gärtnerin, der irrt! 20 Stunden pro Woche steuert sie einen bis zu 9 Tonnen schweren Dumper und zeigt ihren männlichen Kollegen, wie Frau das macht. Eine Einschulung war für die Stefanie nicht nötig: „Ich habe mich draufgesetzt und losgelegt“, erzählt sie von ihrem ersten Arbeitstag auf der Baustelle. Bei den Kollegen kommt die Frauenpower gut an: „Mit ihr ist es immer lustig. Sie weiß, was sie zu tun hat und man muss ihr nichts erklären“. Schwere Maschinen zu lenken ist die gelernte Kellnerin und Traktorführerscheinbesitzerin von Zuhause gewohnt: Gemeinsam mit ihrem Freund hat sie den Hof seines Opas übernommen, der derzeit noch fleißig umgebaut wird. Ende des Jahres möchten die beiden dann mit der eigenen Milchviehhaltung starten. Bereits während ihrer Ausbildung zur Kellnerin merkte sie, dass das nichts für sie ist. Auch im Job als Masseurin fand sie nicht die Erfüllung. Nach der einjährigen Ausbildung zur landwirtschaftlichen Facharbeiterin für biologische Landwirtschaft wusste sie jedoch genau, was sie will – und zwar Landwirtin sein. Bevor es mit ihrer eigenen Landwirtschaft ab Herbst so richtig losgeht, arbeitet sie Teilzeit für den Maschinenring – dort wo sie eben gerade gebraucht wird und derzeit ist das in Aigen-Schlägl.

Nachhaltiges Großprojekt

Bereits seit Herbst 2017 wird in Aigen-Schlägl fleißig gewerkelt. Bis zur Eröffnung der Landesgartenschau im Mai 2019 gibt es für die insgesamt 15 Mitarbeiter von Held und Franke auf der Baustelle aber noch so einiges zu tun: Insgesamt gilt es drei Bauabschnitte fertigzustellen, bei denen Pflastersteine, Leisten und Kabel verlegt gehören. Nach der Fertigstellung und Bepflanzung wird das insgesamt 15 Hektar große Areal des „Bio.Garten.Eden“ die Besucher ab dem Frühjahr zum Genießen, Entdecken und Entschleunigen einladen. Das Thema Ökologie wird in den Vordergrund gerückt sowie Lebensräume für Mensch und Tier und Lebensmittel näher beleuchtet. Im Sinne der Nachhaltigkeit soll das Gelände der Landesgartenschau aber auch nach dem Ende der Ausstellung für die Bevölkerung und Besucher zur Verfügung stehen, zum Beispiel durch Picknickgärten oder Sport- und Spielmöglichkeiten. Auch der revitalisierte Stiftergarten und die Neugestaltung des Stiftsteiches sollen in Zukunft in die Aktivitäten der Gemeinde eingebunden werden.

Mehr Infos zur Landesgartenschau

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