• 30. Januar 2018

Worauf ist beim Pflanzenschutz zu achten?

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Worauf ist beim Pflanzenschutz zu achten?

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Damit der Pflanzenschutz ohne große Einschränkungen und Probleme durchgeführt werden kann, ist es notwendig, bei den Feldern die Gegebenheiten auf die Einsatzbedingungen des Pflanzenschutzes zu überprüfen. So können eventuelle Verbesserungsmaßnahmen schon vor der Aussaat getätigt werden.

  • Angrenzendes Oberflächenwasser

Wenn sich Oberflächenwässer neben dem Feld befinden, dann sind die Abstandsauflagen laut Gesetz zu beachten. Ohne besondere Maßnahmen darf grundsätzlich (je nach Mittel) bis auf 20 m zum Bach/Gewässer kein Pflanzenschutz durchgeführt werden! Möglichkeiten zur Abstandsreduktion wie moderne Düsentechnik und reduzierte Aufwandmengen können den Abstand je nach Mittel bis auf 3,5 m verringern. Gewässerrandstreifen können den Abstand bis auf 1 m reduzieren. Achtung: 1 m ist der Mindestabstand, der immer bleibt.

  • Abtragungsgefährdete Flächen

Das sind Flächen, bei denen es bei Regen zu Erosion kommen kann und somit Pflanzenschutzmittel abgeschwemmt werden können. Wenn es sich um solche Flächen handelt, dann ist ebenfalls ein Abstand einzuhalten, der je nach Mittel auf der Verpackung oder im Internet auf der AGES Homepage zu finden ist. Hier kann man sich nur mit einem Grünstreifen oder Mulchsaaten abhelfen – oder auf dieses Mittel verzichten.

  • Wasserschutz und Schongebiet

Ob sich eine Fläche in dieser Zone befindet, kann man am GEO-Informationssystem „Doris“ des Landes OÖ sehen. Auf solchen Flächen sind speziell im Maisanbau viele Mittel nicht erlaubt und dürfen dort nicht zur Anwendung kommen. Hier gibt es keine Möglichkeit, außer alternative Wirkstoffe zu verwenden.

  • Biofläche angrenzend

Abdrift auf Nachbarflächen ist auf alle Fälle zu vermeiden, bei Bioflächen im Besonderen. Ansonsten kommt es dort neben dem Schaden am Produkt (darf nicht mehr als Bio in den Verkehr gebracht werden) auch zu Vermögensschäden aufgrund des Nichteinhaltens der ÖPUL-Auflagen. Nur wenn der Pflanzenschutztechniker weiß, dass der Nachbar Biobauer ist, kann er darauf speziell Rücksicht nehmen und die letzte Teilbreite an der Spritze wegschalten. Somit kann es zu keiner Kontaminierung des Nachbarbestandes kommen. Wenn ein Landwirt den Pflanzenschutz auslagert, dann sind diese Faktoren gemeinsam zu besprechen und der Pflanzenschutztechniker darauf hinzuweisen. Es muss auch ausgemacht werden, ob Gewässerrandstreifen oder Grünstreifen angelegt werden, damit der Abstand verringert werden kann. Auch eine Festlegung der unbehandelten Streifen ist im Vorfeld zu treffen.

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